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Takeuchi TL220 Werkstatt-Handbuch
Takeuchi TL220 Werkstatt-Handbuch

Takeuchi TL220 Werkstatt-Handbuch

Raupenlader
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Inhaltsverzeichnis
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Inhaltszusammenfassung für Takeuchi TL220

  • Seite 2: Seriennummer Der Maschine

    Vorwort Dieses für das Wartungspersonal verfasste Werkstatthandbuch beschreibt, wie die Maschine zerlegt, zusammengebaut, kontrolliert, gewartet und auf Fehlerursachen untersucht wird. Sie enthält außerdem Richtwerte für die Wartung und eine Übersicht über die technischen Daten der Maschine. Das Handbuch sollte als Anleitung bei anfallenden Wartungsarbeiten stets griffbereit liegen.
  • Seite 3: Sicherheit

    SicHeRHeit Warnzeichen ..............1-2 Sicherheitsvorkehrungen ..........1-3 Vorsichtsmaßregeln bei Kontrollen und Wartung ..1-9...
  • Seite 4: Warnzeichen

    SIcHERHEIT WARNzEICHEN WARnZeicHen Dieses Zeichen weist auf Gefahren hin. Der anschließende Inhalt weist auf wichtige Informationen hin, die Ihre per- sönliche Sicherheit betreffen. Zur Vorbeugung gegen Verletzungen und tödliche Unfälle müssen diese An- weisungen gelesen und verstanden werden. Warnschilder Warnschilder weisen Bediener und Personen im Umfeld der Maschine auf die Möglichkeit von Personen- oder Sachschaden hin.
  • Seite 5: Sicherheitsvorkehrungen

    SIcHERHEIT SICHERHEITSVORkEHRUNGEN Feuerlöscher und Erste-Hilfe-Kasten vorsehen SicHeRHeitSVoRkeHRungen Alle Sicherheitsvorschriften einhalten • Betrieb, Kontrolle und Wartung der Maschine darf nur durch geschultes und qualifiziertes Personal erfolgen. • Bei Betrieb, Kontrolle und Wartung der Maschine müs- sen alle Vorschriften, Bestimmungen, Vorsichtsmaßnah- men und Sicherheitsvorkehrungen bekannt sein und befolgt werden. • Die Maschine keinesfalls unter Einfluss von Alkohol, Drogen oder Medikamenten bzw.
  • Seite 6: Explosionsgeschützte Beleuchtung

    SIcHERHEIT SICHERHEITSVORkEHRUNGEN Die Sicherheit beeinflussende Teile regelmäßig Bei hochgeklappte Schutzdach austauschen • Anheben oder Absenken des Schutzdachs bei laufen- • Kraftstoffschläuche verschleißen mit der Zeit und soll- dem Motor kann dazu führen, dass sich die Maschine ten auch bei gutem Aussehen regelmäßig ausgetauscht unerwartet in Bewegung setzt und das Wartungsper- werden, um die Möglichkeit eines Brandes auszuschlie- sonal dabei schwere Verletzungen erleidet.
  • Seite 7 SIcHERHEIT SICHERHEITSVORkEHRUNGEN Abstand zum rotierenden Motorlüfter und Arbeiten auf der Maschine Antriebsriemen halten 1BAA09Z • Um das Abrutschen/Herunterfallen von der Maschine zu 1BAA07Z • Gegenstände, die sich leicht in beweglichen Teilen ver- verhindern, für sicheren Halt sorgen und folgende Maßre- fangen können, von diesen fernhalten. geln beachten: • Einklemmen der Hand oder eines Werkzeugs im Lüfter a.
  • Seite 8: Vorsicht Beim Tanken Von Kraftstoff Oder Auffüllen Von Öl

    SIcHERHEIT SICHERHEITSVORkEHRUNGEN Vorsicht beim Tanken von Kraftstoff oder Vorsicht bei heißen und unter Druck stehenden Auffüllen von Öl Teilen 1BAA12Z 1BAA11Z • Beim Einfüllen von Kraftstoff oder Öl dürfen sich im Um- Vor Kontrollen und Wartungsarbeiten den Motor abstellen feld der Maschine keine Wärmequellen, Funken oder und die Maschine abkühlen lassen. Flammen befinden.
  • Seite 9 SIcHERHEIT SICHERHEITSVORkEHRUNGEN Vorsicht bei unter Druck stehendem Öl Vorsicht bei unter Druck stehendem Fett 1BAA14Z 1BAA15Z Auch nach Abstellen des Moitors bleibt der Druck im Hy- Der Spureinsteller der Gleisketten enthält unter hohem draulikkreislauf noch lange erhalten. Druck stehendes Fett. Wird der Druck auf andere Weise als • Vor dem Einfüllen/Ablassen von Kraftstoff/Öl oder Kon- unten beschrieben eingestellt, so kann das Fettschmier- trollen und Wartungsarbeiten muss der Druck vollstän-...
  • Seite 10: Vorsicht Beim Umgang Mit Batterien

    SIcHERHEIT SICHERHEITSVORkEHRUNGEN Vorsicht beim Umgang mit Batterien Risse oder andere Defekte an Schweißnähten von einer Kundendienststelle reparieren lassen Reparaturen an Schweißnähten stets von einer Kunden- dienststelle vornehmen lassen. Ist dies nicht möglich, die Schweißarbeiten ausschließlich von speziell geschultem und qualifiziertem Personal mit der entsprechenden Aus- rüstung durchführen lassen.
  • Seite 11: Vorsichtsmassregeln Bei Kontrollen Und Wartung

    SIcHERHEIT VORSICHTSMASSREGElN BEI kONTROllEN UND WARTUNG Bei Demontage-/Montagearbeiten an der VoRSicHtSMASSRegeln bei Hydraulikanlage kontRollen und WARtung • Zunächst sicherstellen, dass das Hydrauliköl für die Ar- beiten ausreichend abgekühlt ist. Bei Zerlegung und Wiederzusammenbau • Um das Herausspritzen von unter Druck stehendem Hy- • Die Maschine vor der Zerlegung reinigen. drauliköl zu verhindern, müssen die Hydraulikleitungen • Folgende Punkte überprüfen und die Ergebnisse fest- entlüftet werden.
  • Seite 12: Bei Demontage/Montage Von Rohrleitungen

    SIcHERHEIT VORSICHTSMASSREGElN BEI kONTROllEN UND WARTUNG Bei Demontage/Montage von Rohrleitungen Umgang mit Dichtungen • Beim Anschließen von Hydraulikschläuchen diese ein- • Vor dem Einsetzen von O-Ringen die zugehörigen Rillen mal auf das vorgeschriebene Anzugsmoment anziehen, reinigen und eventuell vorhandene Grate entfernen. etwas lösen und dann wieder mit dem vorgeschriebene Anzugsmoment festziehen.
  • Seite 13: Inhaltsverzeichnis

    WARtungSdAten Maßzeichnung ............. 2-2 Technische Daten ............2-3 Kraftstoff und Schmiermittel ......... 2-6 Leistungsbeurteilung ............ 2-8 Anzugsmoment ............2-16 Hydraulikschaltplan ............ 2-19 Elektrischer Schaltplan ..........2-20 Kabelbaum-Schaltplan ..........2-22...
  • Seite 14: Maßzeichnung

    WARTUNGSDATEN MASSzEICHNUNG MASSZeicHnung 2AAA01Z Abmessungen der Maschine Arbeitsbereich Maße: mm Maße: mm Standardschaufel Standardschaufel Gummigleisketten Gummigleisketten Schutzdach Kabine Schutzdach Kabine 3220 3725 ← ← 2580 2905 ← ← 1240 2275 ← ← 1970 ← ← 1995 ← ← 1470 1320 ←...
  • Seite 15: Technische Daten

    WARTUNGSDATEN TECHNISCHE DATEN tecHniScHe dAten Leistungsdaten Schaufeltyp Standardschaufel Schaufelinhalt 0,298 Kipplast 1610 Nenn-Ladegewicht Reißkraft 21,4 Hubzeit (Last) Senkzeit Schaufel-Schwenkzeit vorwärts 1. Gang vorwärts km/h 2. Gang vorwärts km/h Fahrgeschwindigkeit 1. Gang rückwärts km/h 2. Gang rückwärts km/h Max. Zugkraft 29,5 Steigfähigkeit Grad (°) Min.
  • Seite 16 WARTUNGSDATEN TECHNISCHE DATEN Motor Modell Yanmar 4TNV84T Vertikaler, wassergekühlter Viertakt-, 4-Zyl.-Rei- henmotor mit Direkteinspritzung Zylinder: Anzahl, Bohrung x Hub 4 – 84 × 90 Gesamtverdrängung Liter 1,955 Nenngeschwindigkeit 2800 Nutzleistung 38,2 Leistungsdaten Max. Drehmoment N·m 149,4 bis 162,8/2000 min Effektiver Kraftstoffverbrauch g/kW·h 259 (190) (bei Nennleistung)
  • Seite 17: Bedienungseinrichtungen

    WARTUNGSDATEN TECHNISCHE DATEN Bedienungseinrichtungen Einbauort Maschinenmitte Kabine/Schutzdach ROPS/FOPS Kabine und Schutzdach Fahrersitz Gefederter Komfortsitz, verstellbar Hebel Verfahren, Anbaugeräte, Service Bedienhebel und Pedale Pedale Hilfsfunktionen Kombinationsinstrument (12 V): Wassertemperaturanzeige, Kraftstoffanzeige, Be- Instrumente triebsstundenzähler, Luftfilter, Leitungsfilter, Glüh- regler, Schaltventil 2. Fahrstufe Vordere Scheinwerfer 12 V, 55 W x 2 Beleuchtungseinrichtungen Hintere Scheinwerfer...
  • Seite 18: Kraftstoff Und Schmiermittel

    WARTUNGSDATEN kRAFTSTOFF UND SCHMIERMITTEl kRAftStoff und ScHMieRMittel Unter Bezugnahme auf die folgende Tabelle die für die jeweilige Temperatur geeigneten Kraftstoffe, Schmiermittel und Schmierfette auswählen. • Das Öl unabhängig vom angegebenen Wechselintervall wechseln, wenn es übermäßig verschmutzt oder gealtert ist. • Keinesfalls verschiedene Ölmarken beim Nachfüllen mischen. Wenn die Marke gewechselt wird, den gesamten Inhalt an Kraftstoff/Öl wechseln.
  • Seite 19 WARTUNGSDATEN kRAFTSTOFF UND SCHMIERMITTEl 2CAA01Z Dieselkraftstoff-Standards Einen Dieselkraftstoff verwenden, der einem der unten aufgeführten Standards entspricht. Die in den einzelnen Ländern gültigen Standards sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst. Dieselkraftstoff-Standards Region No.2-D, No.1-D, ASTM D975-94 EN590:96 ISO 8217 DMX Internationaler Standard BS 2869-A1 (oder A2) Großbritannien JIS Klasse K2204, 2-go...
  • Seite 20: Leistungsbeurteilung

    WARTUNGSDATEN lEISTUNGSBEURTEIlUNG leiStungSbeuRteilung Standardwerte Posten Standardwerte Zulässige Werte Hoch 1150 ±50 –– Motordrehzahl Niedrig 2950 ±50 –– Rechts 26,5 –– +4,5 -0,5 Fahren Links 26,5 –– +4,5 -0,5 Hoch 1,8 ±0,3 –– Ladedruck Hydraulikdruck Niedrig 2,2 ±0,3 –– Schaufel 20,6 ––...
  • Seite 21 WARTUNGSDATEN lEISTUNGSBEURTEIlUNG funktionen der Hydraulikpumpen 2DAA01Z Linksfahrt 60,2 L/min Rechtsfahrt 60,2 L/min Hubarm, Schaufel, Hilfsfunktionen 57,1 L/min Ladedruck, Vorsteuerdruck 32,5 L/min Pumpe P1 Linksfahrt Druck: 26,5 MPa Prüfanschluss P1 Pumpe P2 Rechtsfahrt Druck: 26,5 MPa Prüfanschluss P2 Pumpe P3 Hubarm Druck: 20,6 MPa Prüfanschluss P3 Schaufel...
  • Seite 22: Vorgehensweise Bei Der Leistungsbeurteilung Hydraulikdruck

    WARTUNGSDATEN lEISTUNGSBEURTEIlUNG Vorgehensweise bei der leistungsbeurteilung Hydraulikdruck Fahren Messverfahren • Motor: Maximale Drehzahl • Hydrauliköltemperatur: 50 bis 60°C • Ein Manometer am Prüfanschluss anschließen. Rohr (1) in das Motorkettenrad einsetzen, um den Motor zu stoppen. Dann den zu prüfenden Hydraulikkreislauf in Betrieb setzen und den Überdruck messen. Prüfanschluss Hydraulik- Entspan-...
  • Seite 23 WARTUNGSDATEN lEISTUNGSBEURTEIlUNG Einstellverfahren 1. Die Gegenmutter (2) lösen und dann den Druck durch Drehen der Einstellschraube (1) einstellen. • Drehen der Einstellschraube im Uhrzeigersinn er- höht den Druck. • Drehen der Einstellschraube gegen den Uhrzeiger- sinn senkt den Druck. 2. Nach der Einstellung die Gegenmutter (2) festziehen und dabei die Einstellmutter (1) fixieren, so dass sie sich nicht drehen kann.
  • Seite 24 WARTUNGSDATEN lEISTUNGSBEURTEIlUNG Vorsteuerdruck Messverfahren • Motor: Maximale Drehzahl • Hydrauliköltemperatur: 50 bis 60°C • Ein Manometer am Prüfanschluss anschließen. Den zu prüfenden Hydraulikkreislauf in Betrieb setzen und den Überdruck messen. Prüfanschluss Hydraulikkreis Lage Weite Schaufel beladen G1/4 2DAA05Z 2-12...
  • Seite 25: Fahrgeschwindigkeit (5 Umdrehungen)

    WARTUNGSDATEN lEISTUNGSBEURTEIlUNG Fahrgeschwindigkeit (5 Umdrehungen) • Motor: Maximale Drehzahl • Hydrauliköltemperatur: 50 bis 60°C • Messanordnung: Zum Unterstützen der Maschine den Block (1) hinten unter die Maschine setzen und diese mit Hilfe des Hubarms und der Schaufel vom Boden abhe- ben. Für die Messung eine feste, ebene Fläche wählen. • Beide Gleisketten gleichzeitig in Bewegung setzen.
  • Seite 26: Geschwindigkeit Der Hubarmzylinder

    WArTungSDATEn leisTungsbeurTeilung Verlagerung der Maschine unter Eigenlast .•. Motor:.Leerlauf .•. Hydrauliköltemperatur:.50.bis.60°C .•. Messanordnung:.Fahrstellung .•. neigungswinkel:.15° .•. Die. Maschine. mit. angezogener. Handbremse. parken. und.eine.Minute.warten..Dann.die.Verlagerungder.Ma- schine.durch.Eigenlast.messen.. Geschwindigkeit der Hubarmzylinder .•. Motor:.Maximale.Drehzahl .•. Hydrauliköltemperatur:.50.bis.60°C .•. Messanordnung:.Der.Schaufelzylinder.ist.dabei.vollstän- dig.einzufahren. .•. Messen,.wie.lange.es.dauert,.bis.der.Hubarm.von.voll- ständig.eingefahrener.Stellung.die.vollständig.ausgefah- rene.Stellung.erreicht.und.umgekehrt.(ausschließlich.der. Pufferzeit). 2DAA14Z Geschwindigkeit der Schaufelzylinder .•.
  • Seite 27 WARTUNGSDATEN lEISTUNGSBEURTEIlUNG Hebelbetätigungskraft • Zum Messen der Betätigungskraft bei abgestellter Ma- schine eine Druck-Zugwaage mittig am Hebelgriff bzw. am Pedal-Ende anbringen. Die Anzeigewerte an dem Punkt notieren, an dem der Hebel bzw. das Pedal voll betätigt ist. 2DAA17Z Hebelspiel • Das kleinste wahrnehmbare Spiel an der Spitze des He- bels bzw. des Pedals messen. 2DAA18Z Gleiskettenspannung • Auf festem Untergrund den Hubarm absenken, die...
  • Seite 28: Anzugsmoment

    WARTUNGSDATEN ANzUGSMOMENT AnZugSMoMent Hydraulikschläuche Anzugsmoment Schlaucharmatur- Überwurfmutter (G) Kegelgewinde (R) Weite N·m N·m 11,8 ±1,2 +4,9 24,5 29,4 ±2,9 +4,9 49,0 53,9 ±5,4 +4,9 58,8 88,3 ±8,8 +4,9 117,7 147,1 ±14,7 +4,9 137,3 196,1 ±19,6 +4,9 2EAA01Z Schneidringverschraubungen für Stahlrohre Anzugsmoment Rohr-Außendurchmesser (mm)
  • Seite 29: Rohrverbindungen (Mit O-Ringdichtungen)

    WARTUNGSDATEN ANzUGSMOMENT Rohrverbindungen Anzugsmoment Gewinde-Nenn- Stahl Gussstahl weite N·m N·m 11,8 ±1,2 10,8 ±1,1 29,4 ±2,9 24,5 ±2,5 53,9 ±5,4 49,0 ±4,9 88,3 ±8,8 73,5 ±7,4 147,1 ±14,7 127,5 ±12,7 196,1 ±19,2 171,6 ±17,2 2EAA03Z Rohrverbindungen (mit o-Ringdichtungen) Anzugsmoment Gewinde-Nennweite (G) N·m 19,6 ±2,0 34,3 ±4,9...
  • Seite 30: Schrauben Und Muttern (Jis-Festigkeitsklasse 10,9)

    WARTUNGSDATEN ANzUGSMOMENT Schrauben und Muttern (JiS-festigkeitsklasse 10,9) Anzugsmoment Gewinde Größe × Steigung Allgemeine Anzugsmomente Spezial-Anzugsmomente N·m N·m M6 × 1,0 9,8 ±0,5 11,8 ±1,1 M8 × 1,25 22,6 ±1,1 26,5 ±2,5 M10 × 1,5 47,1 ±2,4 54,9 ±4,9 83,4 ±4,1 97,1 ±7,4 Grob M12 ×...
  • Seite 31: Hydraulikschaltplan

    WARTUNGSDATEN HyDRAUlIkSCHAlTplAN HydRAulikScHAltplAn 2-19...
  • Seite 32: Elektrischer Schaltplan

    WARTUNGSDATEN ElEkTRISCHER SCHAlTplAN elektRiScHeR ScHAltplAn 2-20...
  • Seite 33 WARTUNGSDATEN ElEkTRISCHER SCHAlTplAN 2-21...
  • Seite 34 WARTUNGSDATEN ELEKTRISCHER SCHALTPLAN 2-21-1...
  • Seite 35: Kabelbaum-Schaltplan

    WARTUNGSDATEN kABElBAUM-SCHAlTplAN kAbelbAuM-ScHAltplAn oberwagen-Verdrahtung 1/2 oberwagen-Verdrahtung 1/2 (Ausführung mit Mehrfunktionsgriff) 1. Relaisleiste 1. Relaisleisten-Baugruppe 2. E-EcU 2. E-EcU 3. Kabelbaum (06542-02400) 3. Hupe 4. Hupe 4. Summer 5. Summer 5. controller 6. controller 6. Kabelbaum (06542-03520) Seriennummer 222000001 bis 222000353 Kabelbaum (06542-03540) Seriennummer 222000354 oder neuer 7.
  • Seite 36 WARTUNGSDATEN kABElBAUM-SCHAlTplAN oberwagen-Verdrahtung 2/2 oberwagen-Verdrahtung 2/2 Seriennummer 222000001 bis 222000013 Seriennummer 222000014 bis 222000254 1. Relaisleiste 10. Diode 1. Relaisleiste 11. Diode 2. Relais 11. Kabelbaum (06542-03740) 2. Relais 12. Relais 3. Schaltuhr 12. Kabelbaum (06542-03730) 3. Widerstand 13. Kabelbaum (06542-03740) 4.
  • Seite 37 WARTUNGSDATEN kABElBAUM-SCHAlTplAN oberwagen-Verdrahtung 2/2 oberwagen-Verdrahtung 2/2 Seriennummer 222000255 bis 222000353 Seriennummer 222000354 oder neuer 1. Relaisleiste 1. Relaisleiste 2. Relais 2. Relais 3. Widerstand 3. Widerstand 4. Relais 4. Relais 5. Relais 5. Relais 6. Kabelbaum-Baugruppe (06542-03200) 6. Kabelbaum-Baugruppe (06542-04200) 7.
  • Seite 38 WARTUNGSDATEN kABElBAUM-SCHAlTplAN kabelbaum-Verlegungsplan Drawing No. 06542-02400-2 2H0AE07 2-25...
  • Seite 39 WARTUNGSDATEN kABElBAUM-SCHAlTplAN Drawing No. 06542-03520-2 2H0AE08 2-26...
  • Seite 40 WARTUNGSDATEN kABElBAUM-SCHAlTplAN WIRING SIZE, FROM RIGHT GRIP STYLE WIRE COLOR PLUG WHITE TAPING AVSS 0.85V CN4-1 FUSE 9 CN10-4 PROPORTIONAL CONTROLLER (POWER SUPPLY) AVSS 0.5W CN4-2 AUXILIARY CIRCUIT A DETENT SWITCH, C CN10-2 PROPORTIONAL CONTROLLER (DETENT) AUXILIARY PROPORTIONAL CONTROL SOLENOID A AVSS 0.5Br CN4-3 HORN RELAY, +...
  • Seite 41 WARTUNGSDATEN kABElBAUM-SCHAlTplAN 2-28...
  • Seite 42 WARTUNGSDATEN kABElBAUM-SCHAlTplAN 2-29...
  • Seite 43 WARTUNGSDATEN kABElBAUM-SCHAlTplAN 2-30...
  • Seite 44 WARTUNGSDATEN kABElBAUM-SCHAlTplAN 2-31...
  • Seite 45 WARTUNGSDATEN kABElBAUM-SCHAlTplAN 2-32...
  • Seite 46 WARTUNGSDATEN kABElBAUM-SCHAlTplAN 2-33...
  • Seite 47 WARTUNGSDATEN kABElBAUM-SCHAlTplAN 2-34...
  • Seite 48 WARTUNGSDATEN kABElBAUM-SCHAlTplAN 2-35...
  • Seite 49 WARTUNGSDATEN kABElBAUM-SCHAlTplAN 2-36...
  • Seite 50 WARTUNGSDATEN kABElBAUM-SCHAlTplAN 2-37...
  • Seite 51 WARTUNGSDATEN kABElBAUM-SCHAlTplAN 2-38...
  • Seite 52 WARTUNGSDATEN kABElBAUM-SCHAlTplAN 2-39...
  • Seite 53 WARTUNGSDATEN kABElBAUM-SCHAlTplAN 2-40...
  • Seite 54 WARTUNGSDATEN kABElBAUM-SCHAlTplAN 2-41...
  • Seite 55 WARTUNGSDATEN kABElBAUM-SCHAlTplAN 2-42...
  • Seite 56 funktionen HST-Pumpe ..............3-2 Zahnradpumpe ............3-5 Steuerventil ..............3-6 SUB-Ventil ..............3-10 Niveauausgleichventil ..........3-12 Schaltventil ..............3-14 Proportional-Magnetsteuerventil ........ 3-15 Zylinder ..............3-16 Fahrmotor ..............3-17 Klimaanlage ............... 3-21...
  • Seite 57: Hst-Pumpe

    FUNKTIONEN HST-pUMpE HSt-puMpe Bei der Pumpe handelt es sich um eine Tandem-Hydrau- likpumpe für hydrostatischen Antrieb. In Kombination mit einem HST-Fahrmotor ist sie dazu fähig, die Motordrehzahl von 0 bis zum max. zulässigen Wert stufenlos zu regeln. Hydraulikpumpe Der Zylinderblock (1) enthält die Kolben (2) und ist an sei- ner Endfläche in Kontakt mit der Ventilscheibe (5), die eine Ansaug- (3) und eine Förderöffnung (4) aufweist.
  • Seite 58 FUNKTIONEN HST-pUMpE Wenn der Vorsteuerdruck an der Federkammer (4) anliegt, bewegt sich der Steuerzylinder (3) nach links. Die Taumelscheibe (1) wird durch die Kolben (2) um einen der Bewegung des Steuerzylinders (3) entsprechenden Be- trag geneigt, worauf die Pumpe zu fördern beginnt. Auf diese Weise kann die Fördermenge der Pumpe durch den Vorsteuerdruck geregelt und die Drehzahl des Fahrmo- tors stufenlos verändert werden.
  • Seite 59 FUNKTIONEN HST-pUMpE ladedruckentlastungsventil Das Ladedruckentlastungsventil sorgt dafür, dass der Druck der Ladepumpe konstant bleibt. Das Öl von der Ladepumpe erreicht die Kammer A. Wenn der Druck in Kammer A die Kraft der Feder (2), die das Entlastungsventil (1) betätigt, überwindet, wird das Entlas- tungsventil (1) verschoben und Öl strömt in den Tankkreis- lauf.
  • Seite 60: Zahnradpumpe

    FUNKTIONEN zAHNRADpUMpE ZAHnRAdpuMpe Die Zahnradpumpe besteht aus zwei ineinander greifenden Zahnrädern (Antriebszahnrad (1) und Abtriebszahnrad (2)), die in einem Getriebegehäuse untergebracht sind. Durch die Drehung der Antriebswelle (3) füllt sich der Raum zwi- schen Gehäuse und Zahnrädern mit Öl, das von der An- saug- zur Förderseite hin fließt.
  • Seite 61: Steuerventil

    FUNKTIONEN STEUERVENTIl SteueRVentil Steuerschieber in Neutralstellung: Wenn der Steuerschieber sich nicht bewegt, fließt das von der Pumpe gelieferte Öl durch Öffnung (P), dann durch den mittleren Bypasskanal (1) und Öffnung (T) und schließlich zurück in den Tank. Steuerschieber betätigt: Hubarm- und Schaufelhydraulik In der folgenden Erläuterung befindet sich der Steuerschie- ber (2) in Rechtsstellung.
  • Seite 62 FUNKTIONEN STEUERVENTIl ladedruckrückschlagventil Während der Umschaltung des Steuerkolbens verhindert dieses Ventil das Zurückfließen des Öls aufgrund des vom Stellgliedanschluss (6) kommenden Ladedrucks c. Hauptentlastungsventil Das Hauptentlastungsventil liegt zwischen dem Pumpen- kreislauf und dem Tankkreislauf jedes Eintrittsgehäuses und hat die Aufgabe, den Kreislaufdruck auf dem Sollwert zu halten. Entlastungsventil nicht betätigt: Solange der Druck im Kreislauf unter dem Sollwert liegt, hält das Entlastungsventil den Druck im Gleichgewicht und wird deshalb nicht betätigt Der Hydraulikdruck der Pumpe...
  • Seite 63 FUNKTIONEN STEUERVENTIl Öffnungsentspannungsventil Das Öffnungsentspannungsventil liegt zwischen dem Stell- glied und Tankkreislauf T. Es schützt das Stellglied vor Druckspitzen aufgrund einer plötzlichen Blockierung des Stellgliedanschlusses, vor Überlastung sowie vor extern verursachten hohen Drücken. Druckentlastungsbetrieb: Wenn der Kreislaufdruck unter dem Sollwert liegt, hält das Entspannungsventil den Druck im Gleichgewicht.
  • Seite 64 FUNKTIONEN STEUERVENTIl Wird der Druck in Kammer c niedriger als der in Kammer B, so kann der Gleichgewichtdruck nicht mehr aufrecht- erhalten werden. Deshalb öffnet der Hauptventilkegel (6), damit Hydrauliköl in Tankkanal T strömen kann. 3JAA09Z Ansaugbetrieb: Falls der Zylinder so schnell arbeitet, dass nicht schnell ge- nug Öl zugeführt werden kann und dadurch in Kammer B nahezu Unterdruck entsteht, so wird Öl vom Tank zuge- führt, um Kavitation zu verhindern.
  • Seite 65: Sub-Ventil

    FUNKTIONEN SUB-VENTIl Sub-Ventil Dieses Ventil besteht aus Magnetventil A (Hebelverriege- lung), Magnetventil B (2. Fahrstufe) und einem Entspan- nungsventil. Es liefert den HST-Ladedruck von Pumpe P4 sowie den Vorsteuerdruck. Öffnung Angeschlossen an: Öffnung 1 Schaltventil rechts, Proportional-Steuerventil Öffnung 1A Lösen der Feststellbremse Öffnung 1B 2.
  • Seite 66: Magnetventil B Nicht Erregt

    FUNKTIONEN SUB-VENTIl Das in Kammer c eingeströmte Öl bewegt den Steuer- schieber (4) abwärts. Dadurch wird der Kreislauf zwischen den Anschlüssen P und 3 unterbrochen, während Öffnung P und Kanal (5) verbunden sind, und das Öl fließt von Öff- nung P zu Öffnung 1A. 3KAA04Z Das Hydrauliköl an Öffnung 1A passiert die Bohrung seitlich am Steuerschieber (11) und den Drahtschlitz und strömt dann in Kammer D des Steuerschiebers (11) und in den Kolben (12).
  • Seite 67: Niveauausgleichventil

    FUNKTIONEN NIVEAUAUSGlEICHVENTIl niVeAuAuSgleicHVentil Dieses Ventil bewirkt, dass die Schaufel beim Anheben des Hubarms so nach vorne angewinkelt wird, dass sie stets waagerecht zum Boden verläuft. Es erfüllt außerdem die Aufgabe eines Senkbremshalteven- tils, das ein plötzliches Ausleeren der Schaufel aufgrund ih- res Gewichts oder Übergewichts verhindert.
  • Seite 68: Schaufelzylinder Vollständig Ausgefahren

    FUNKTIONEN NIVEAUAUSGlEICHVENTIl Schaufelzylinder vollständig ausgefahren: Wird der Hubarm bei vollständig ausgefahrenem Schaufel- zylinder (1) ausgefahren, steigt der Druck an Öffnung D, da sich der Kreislauf dort schließt. Bewegt sich der Steuerschieber (13) weiter nach links, öff- net sich der Kreislauf im Bereich “b”. Damit kann der an Öffnung A abgeteilte Ölstrom an Öffnung D zu Öffnung B umgeleitet und anschließend zu Steuerventil (4) zurückge- leitet werden, wodurch erreicht wird, dass die Geschwin-...
  • Seite 69: Schaltventil

    FUNKTIONEN SCHAlTVENTIl ScHAltVentil Das Gehäuse des Schaltventils enthält eine senkrechte Wellenbohrung mit Reduzierventil. Durch Kippen des He- bels wird auf Schubstange und Federsitz Druck ausgeübt, wodurch die Kraft der Sekundärfeder verändert wird. Das Gehäuse enthält die Öleintrittsöffnung P (Primärdruck) und die Tanköffnung T. Der Sekundärdruck, der dem Be- tätigungswinkel des Bedienhebels (1) entspricht, liegt an den unter der senkrechten Wellenbohrung gelegenen Aus- gangsöffnungen A und B an.
  • Seite 70: Proportional-Magnetsteuerventil

    FUNKTIONEN pROpORTIONAl-MAGNETSTEUERVENTIl pRopoRtionAl-MAgnetSteueRVentil Dieses Ventil regelt den Sekundärdruck mit Hilfe eines ein- gebauten Proportional-Druckminderventils. Weil die vom Magnetventil erzeugte Kraft dem in der Spule S=A1-B1 fließenden Strom proportional ist, wird ein den Verände- rungen des Stromverlaufs entsprechender Sekundärdruck B1 A1 erzeugt.
  • Seite 71: Zylinder

    FUNKTIONEN zylINDER ZylindeR Die Kraft des Hydrauliköls, das abwechselnd durch den Austritt und Eintritt an beiden Enden (Zylinderkopf- und Kolbenstangenseite) des Kolbens fließt, bewegt diesen hin und her. Bei Zylindern, die mit einer Pufferung ausgestattet sind, wird der durch den Aufprall des Kolbens am Hubende er- zeugte Stoß...
  • Seite 72: Fahrmotor

    FUNKTIONEN FAHRMOTOR fAHRMotoR Hydraulikmotor Der Zylinderblock (1) trägt die Kolben (2) und ist an einem Ende begrenzt durch eine Steuerplatte (3) mit zwei halb- mondförmigen Öffnungen (B) und (c). Der Zylinderblock (1) ist frei drehend und über einen Zahnkranz mit der Antriebs- welle (4) verbunden.
  • Seite 73 FUNKTIONEN FAHRMOTOR feststellbremse Reibscheibe (2) und Scheibe (1) sind über einen Zahn- kranz verbunden. Reibscheibe (2) und Scheibe (1) werden über den Bremskolben (5) durch die Federn (4) gegen die Flanschhalterung gedrückt. Die zwischen den Scheiben entstehende Reibungskraft erzeugt das Bremsdrehmo- ment, das die Drehung des Zylinderblocks (3) verhindert.
  • Seite 74 FUNKTIONEN FAHRMOTOR untersetzungsgetriebe Das Untersetzungsgetriebe besteht aus zwei einfachen, hintereinander angeordneten Planetenradstufen. Jede Pla- netenradstufe besteht wiederum aus einem Sonnenrad (Antriebsrad), einem Hohlrad und Planetenrädern, die auf einem Träger montiert sind. Das Sonnenrad “schwebt” in den Planetenrädern, um eine gleichmäßige Lastverteilung an den einzelnen Punkten, wo die Zahnräder ineinander greifen, zu erreichen.
  • Seite 75 FUNKTIONEN FAHRMOTOR 3-20...
  • Seite 76: Klimaanlage

    Klimaanlage Übersicht über den Systembetrieb • LKW- und Schwerausrüstungssysteme • Klimaanlagen-Systembetrieb • Heizungssystembetrieb • Auswirkungen der Umgebung auf den Systembetrieb • Kapitelübersicht LKW- und Schwerausrüstungssysteme Gegenwärtig sind eine ganze Reihe HVAC-Systeme (Heizungs-/Klimaanlagensyste- me) in Betrieb – einige sind alt, einige sind neu. Es gibt: • durch die Fahrzeughersteller installierte Systeme; • durch die Benutzer spezifizierte Systeme; • Zusatzsysteme; • Retrofit-Systeme.
  • Seite 77: Systembetrieb

    Systembetrieb Abbildung 2-1 Diese Illustrationen stellen Grundheizung, HVAC- System, Combo-System mit Schlafbereichseinheit, zusätzliche Klimaanla- gendach- und Führerkabi- ZUSÄTZLICHE KLIMAANLAGE FÜR DIE MONTAGE IN DER nen-Einheiten, am Dach FÜHRERKABINE AN DER RÜCKWAND befestigten Kondensator und Hilfseinheiten dar. KLIMAANLAGE/HEIZUNG BEI AM ARMATURENBRETT MONTIERTEM COMBOSYSTEM MIT SCHLAFBEREICHSEINHEIT UNIVERSELLE HILFSHEIZUNG (ENTEISER OPTIONAL) KUNDENSPEZIFISCH GESTALTETE KLIMAANLAGEN-/HEIZUNGS-CO HINWEIS: DIE MBOEINHEIT INTEGRIERT IN DIE BUCHSTABEN IN DEN AM DACH MONTIERTE...
  • Seite 78 Klimaanlage—Systembetrieb Die folgenden Klimaanlagenkomponenten werden in diesem Abschnitt detaillierter beschrieben: 1. Kompressor-/Kupplungsbaugruppe 2. Kondensator 3. Empfänger-Trockner 4. Expansionsventil 5. Verdampferspule Abbildung 2-2 Die Klimaanlagen-Kom- ponenten sind miteinander HEISSES verbunden, um den Betrieb HOCHDRUCKGAS NIEDRIGDRUCKGAS des Systems zu veranschau- [ABSAUGSEITE] lichen. Die dargestellten Komponenten sind nicht maßstabsgetreu. Das Kühl- KALTES HOCHDRUCKGAS ÄUSSERER LUFTSTROM mittel und das Kühlmittelöl FÜHRERKABINEN- sind farblich durchsichtig LUFTSTROM und in dieser Zeichnung EXPANSIONSVENTIL nicht sichtbar. Die kleinen KOMPRESSOR...
  • Seite 79 Systembetrieb Abbildung 2-3 EINLASS AUSLASS Der Kompressoreinlass wird durch Niedrigdruck und der Auslass durch Hochdruck geprägt. Bei den Klappen- KOLBEN BEIM ventilen handelt es sich um ABSENKEN Einwege-Ventile. Sie öffnen ANHEBEN sich, um Kühlmittelgas beim Absenken des Kolbens in den Kompressor gelangen zu lassen, und um das Gas beim Anheben des Kolbens wieder freizugeben. Bitte die offenen Ventile in den NACH OBEN NACH UNTEN Abbildungen beachten. EINLASS NIEDRIGDRUCK – BEIM AUSLASS HOCHDRUCK – BEIM ANHEBEN ABSENKEN SAUGT DER KOLBEN WIRD DAS VENTIL ZWANGSWEISE GEÖFFNET, UND HEISSES...
  • Seite 80: Empfänger-Trockner

    Klimaanlage—Systembetrieb Abbildung 2-5 Während sich das Kühlmit- ÄUSSERER LUFTSTROM telgas von oben nach unten durch die Rohrspule bewegt, kondensiert es (verändert HEISSES es seinen Zustand) zu einer HOCHDRUCKGAS (EINGANG) Flüssigkeit. Zur Vereinfa- chung der Montage werden die Kondensatorpassen häufig nahe beieinander entlanggeführt. KONDENSATOR HOCHDRUCKFLÜSSIGKEIT (AUSGANG) 3. Empfänger-Trockner Das flüssige Kühlmittel setzt seine Bewegung im Inneren des Systems fort; es bewegt sich aus dem Kondensator heraus durch ein Rohr oder durch einen Schlauch zum Empfänger-Trockner. Der Empfänger-Trockner dient als kleiner Aufbewahrungstank und Filter für das Kühlmittel. Er bildet zudem einen guten Ort für die Montage der Druckschalter und umfasst häufig ein Sichtglas (kleines Fenster), das dazu verwendet wird, die Vorgänge im Inneren des Systems zu beobachten. Der Empfänger-Trockner, Abbildung 2-6, trennt zudem mit einem Aufnahmerohr, wie in dieser Abbildung darge- stellt, das Gas (Blasen) von der Flüssigkeit. Einige Empfänger-Trockner verfügen über eine Feder, um das Trockenstoff-Paket vorzuladen.
  • Seite 81 Systembetrieb 4. Expansionsventil (Kühlmittelmessgerät) Wenn sich das Kühlmittel vom Empfänger-Trockner weg bewegt, wird es durch einen weiteren Hochdruckschlauch zu einem Messgerät am Einlass der Verdampferspule ge- führt. Beim Messgerät kann es sich um ein Expansionsventil, um ein Erweiterungsrohr oder ein Kombinationsventil (Vielzweck) handeln. Zwischen dem Kompressor und diesem Punkt im Inneren des Systems ist der Druck hoch und kann zwischen 1035 und 1723 kPa (150 und 250 PSI, Pfund pro Quadratzoll) betragen. Das Expansionsventil (TXV) ist nahe am Verdampfer angeschlossen. Eine Trennwand öffnet das Ventil durch das Ausüben von Druck auf die Feder. Vom Gas im Inneren des Trennwandgehäuses auf der Oberseite des Ventils und im abgedichteten Sensorkolben wird Druck aus- geübt. Das Sensorrohr befindet sich im Auslass des Verdampfers und nimmt Wärme vom warmen Kühlmittel auf, das den Verdampfer verlässt. Das Gas im Ventil-Trenn- wandgehäuse und im Sensorrohr dehnt sich aus, wenn es wärmer wird, und öffnet das Expansionsventil an der Messblende zwangsweise. Abbildung 2-7 VENTIL-TRENNWAND Dieser Querschnitt eines Block-Expansionsventils vermittelt Ihnen eine bessere INNERE Vorstellung davon, wie diese ANGLEICHUNGSPASSAGE Ventile funktionieren. Der...
  • Seite 82 Klimaanlage—Systembetrieb Abbildung 2-8 Die dargestellte Verdamp- ferspule besteht aus einer Kühlrippen- und Rohrkon- struktion. Die Thermostat- Prüfspitze befindet sich zwischen den Verdampfer- Kühlrippen und erkennt die Temperatur. THERMOSTAT Hinweis: Feuchtigkeit in der Luft (Luftfeuchtigkeit) kondensiert auf den Kühlrippen des Verdampfers als Wassertropfen, die durch einen Ablassschlauch aus dem Verdampfer abgelassen werden. Dieser Vorgang entfeuchtet die Luft in der Füh- rerkabine als Teil des Systembetriebs und trägt maßgeblich zur Bequemlichkeit des Bedieners bei. Die Führerkabinenluft, die durch die Verdampferspule geleitet wird, gibt Wärmeenergie an das kalte Kühlmittel im Inneren der Spule ab. Die heruntergekühlte Luft zirkuliert zugunsten der Bequemlichkeit des Bedieners in der Führerkabine. Das Kühlmittel dehnt sich weiterhin aus und absorbiert die Wärmeenergie in der Verdampferspule. Das Kühlmittel verwandelt sich von Flüssigkeit in Gas, bevor es den Verdampfer auf dem Rückweg zum Kompressor verlässt. Das...
  • Seite 83: Heizungssystem-Betrieb

    Systembetrieb Heizungssystem-Betrieb Heizungs- und Klimaanlagensysteme verfügen beide über die gleiche Funktion der Luftum- wälzung. Sie profitieren von dem Naturgesetz, entsprechend dem sich Wärmeenergie stets von einem wärmeren Bereich in einen kühleren bewegt. In einem Heizungssystem ist keinerlei “Ver- änderung des Zustands” am Systembetrieb beteiligt. Das System ist geschlossen und arbeitet unter Druck, aber der Druck ist im Vergleich zu einer Klimaanlage eher niedrig. Ein Heizungssystem bedient sich der Motor-Kühlflüssigkeit, um überschüssige Wärmeen- ergie in die Führerkabinen-Luft zu transportieren. Das Herz des Systems wird durch die Was- serpumpe gebildet. Die Wasserpumpe pumpt heiße Kühlflüssigkeit durch einen Schlauch vom Motorblock und durch den Heizungskern. Die Kühlflüssigkeit kehrt entweder an der Ansaugsei- te der Wasserpumpe zum Motor-Kühlsystem oder zum Radiator zurück. Ein Steuerungskabel, das an einem Wasserventil zwischen der Wasserpumpe und dem Hei- zungseinlass montiert ist, wird zur Steuerung des Kühlflüssigkeitsflusses zur Heizung verwen- det. Der Heizlüfter oder das Heizgebläse bläst Führerkabinenluft durch den Heizungskern, von wo Wärmeenergie von der Motor-Kühlflüssigkeit zur Luft in der Führerkabine bewegt wird. Abbildung 2-9 stellt die Hauptkomponenten eines Heizungssystems dar. Steuerungen innerhalb der Führerkabine, Komponentengehäuse und Luftventilatoren sind nicht dargestellt. Die folgenden Heizungskomponenten werden im folgenden Abschnitt detaillierter beschrie- ben: 1. Heizungskern 2. Wasserventile 3. Enteiser und Leitungen Abbildung 2-9 4. Gebläse und Lüfter Diese Ansicht eines Hei- zungssystems stellt die Hauptkomponenten und...
  • Seite 84: Auswirkungen Der Umgebung

    Auswirkungen der Umgebung 1. Heizungskern Heizungskerne sind wie kleine Radiatoren. Die Kühlrippen- und Rohrgestaltung wird so kon- zipiert, dass der Kühlflüssigkeitsfluss für einen bestmöglichen Wärmeenergie-Transfer von der Kühlflüssigkeit zur Führerkabine geleitet wird. Schläuche vom und zum Motor sind mit Klam- mern am Kern angeschlossen. Der Kernauslass kann etwas größer als der Einlass sein, oder aber er weist die gleiche Größe auf. 2. Wasserventile Die Wasserventile können Kabel-, Vakuum- oder Luft-gesteuert sein. Das Ventil kann entweder offen, geschlossen oder halb geöffnet sein. Einige Ventile verfügen über eine Bypass-Gestaltung, um die Kühlflüssigkeit zum Motor zurück zu transportieren. Die meisten werden manuell ge- steuert, obwohl gegenwärtig elektronische Systeme installiert werden. 3. Enteiser und Leitungen Die Enteisung wird dadurch erzielt, dass erwärmte, trockene Luft durch die Leitungen zur Wind- schutzscheibe transportiert wird. Das Heizungssystem dient dem doppelten Zweck der Enteisung und des Heizens. Die Steuerungen werden dazu verwendet, den Luftstrom zur Windschutzscheibe und zum Fahrgastbereich zu leiten, indem die Leitungstüren geöffnet und geschlossen werden. Bei den Steuerungen kann es sich um manuelle, Luft- oder Vakuumsteuerungen handeln. Zahlreiche Fahrzeuge bedienen sich eines “Enteisungsverriegelungs”-Systems, das das Kli- magerät verwendet, um die Enteisungsluft zu trocknen und die Führerkabinenfenster schneller aufzuklaren. 4. Gebläse und Lüfter Im System werden Gebläse oder Lüfter verwendet, um die Führerkabinenluft durch den Hei- zungskern und den Verdampfer zu transportieren. Je nach Ausrichtung des Systems kann die Luft durch den Kern geschoben oder gezogen werden. Die Geschwindigkeit des Gebläses oder Lüfters wird für gewöhnlich durch den Bediener ausgewählt. Auswirkungen der Umgebung auf den Systembetrieb Die Umwelt außerhalb der Führerkabine hat einen größeren Einfluss als die allgemeine Wetterlage. Sie kann heiß und feucht oder kalt und trocken sein. Dies ist der einzige Bestandteil des Zustands, den das...
  • Seite 85 Systembetrieb • An einem kalten Tag kann die Temperatur unter Null Grad fallen. Der Motor läuft dann u. U. kälter, so dass die Motor-Kühlflüssigkeit kälter ist, wenn sie durch die Heizung zirkuliert. Die Wärme in der Führerkabine dringt schneller aus der Kabine nach außen (bitte nicht vergessen, dass sich Wärme immer zu einem kühleren Bereich bewegt, bis beide Bereich die gleiche Temperatur aufweisen – ein Naturgesetz). Um die Behaglichkeit der Kabine beizubehalten, muss der Durchfluss der Kühlflüssigkeit durch die Heizung erhöht, die Temperatur der Kühl- flüssigkeit angehoben und/oder mehr Luft durch den Heizungskern bewegt werden. • An einem heißen Tag macht sich bei einem Offroad-Fahrzeug die Abkühlung langsamer bemerkbar als bei einem Fahrzeug auf der Straße. Dies ist das Ergebnis der hohen Sonnenein- strahlung, großer Fensterbereiche und häufig auch einer geringeren Isolation. Es ist wichtig, dass die Auswirkungen der Umgebung beachtet werden, wenn Heizungs- oder Klimaanlagensyste- me gewartet werden oder eine Untersuchung solcher Systeme durchgeführt wird. Falls in Denver gearbeitet wird, beeinflusst die Höhenlage die Systemfunktion und den Druck. In Houston senken die Hitze und die Luftfeuchtig- keit u. U. den Wärmetransfer zur Luft im Kondensator und erhöhen den Betriebsdruck des Systems. Kapitelübersicht • HVAC-Systeme reichen von einfachen Führerkabinenheizungen zu Multifunktionskombina- tionssystemen. Das Multifunktionssystem ist in der Lage, die Führerkabine und den Schlaf- bereich zu heizen oder herunterzukühlen, und verfügt über getrennte Hilfskomponenten und -steuerungen, um die Bequemlichkeit des Fahrers und seiner Passagiere zu gewährleisten. • Sowohl die Heizungs (Motor)-Kühlflüssigkeit als auch das Klimaanlagen-Kühlmittel zirku- lieren im Inneren eines geschlossenen, unter Druck stehenden Systems. Der normale Kli- maanlagen-Betriebsdruck liegt zwischen 1035 und 1723 kPa (150 und 250 PSI, Pfund pro Quadratzoll), bei Verwendung eines anderen Kühlmittels manchmal etwas höher.
  • Seite 86: Inspektion Und Wartung - Ohne Maßlehren

    Inspektion und Wartung – ohne Maßlehren • Diskussion der Inspektions- und Wartungsüberblick-Ergebnisse • Sichtprüfung – System ausgeschaltet • Inspektion des elektrischen Systems • Leistungsprüfung – Motor läuft • Heizungssystem-Inspektion • Arbeitsblatt vorbeugende Wartung • Kapitelübersicht Diskussion der Inspektions- und Wartungsüberblick-Ergebnisse Es gibt drei Gründe für die Durchführung einer regelmäßigen Inspektion und Wartung: 1. Sie helfen langfristig gesehen Geld sparen, indem sie die Ausfallzeiten reduzie- ren und häufig kostspieligere Reparaturen verhindern. 2. Sie helfen die Bequemlichkeit und die Sicherheit des Fahrers zu gewährleisten. 3. Sie erweitern Ihren Erfahrungsschatz über diese Systeme und lassen Sie so auch künftig effizient arbeiten. Etwa die Hälfte aller häufig beanspruchten LKWs verfügen über eine Klimaanlage. Studien hin- sichtlich der Besitzer von Klimaanlagensysteme haben bewiesen, dass über 30 % der Systeme alle sechs Monate oder häufiger, und dass weitere 62 % wenigstens einmal pro Jahr gewartet werden. Die genannte Studie hat sich auch damit befasst, wie oft die verschiedensten Komponenten eine Wartung erforderlich machen. Die unten aufgeführte Abbildung 7.1 stellt die jeweiligen Pro- zentsätze der Studienergebnisse dar. Die Fehlfunktion einer beliebigen in der Studie aufgelisteten Klimaanlagenkomponente kann zu einer Störung des Systems oder zu einem Aussetzen der Küh-...
  • Seite 87: Sichtprüfung - System Ausgeschaltet

    Inspektion und Wartung Sichtprüfung - System ausgeschaltet Die jeweiligen Beobachtungen und die zu treffenden Abhilfemaßnahmen können sich je nach den Umständen unterscheiden. Die folgenden Inspektionsverfahren werden weiter unten detaillierter beschrieben: 1. Beobachtung des Systems 2. Überprüfung der Teile 3. Überprüfung der Schläuche und Passen 4. Überprüfung auf Kühlmittel-Leckagen Die folgenden Verfahren als allgemeine Regel bei der Durchührung einer Sichtprüfung bei ausgeschaltetem Klimaanlagensystem anwenden: 1. Beobachtung des Systems Der erste Inspektionsschritt ist es, wenn möglich die folgenden Fragen zu beant- worten: • Ist das Fahrzeug gerade von einer Fahrt zurückgekehrt und wurde das HVAC-System verwendet? • Hat der Bediener oder der Arbeitsauftrag irgendwelche Probleme hinsichtlich des Systems erklärt oder beschrieben?
  • Seite 88: Sichtprüfung

    Sichtprüfung Abbildung 7-2 Diese Systemillustration führt die wichtigsten Punkte einer Sichtprüfung auf. ALLE PASSEN UND BIEGUNGEN HINSICHTLICH DER LEITUNGEN KOMPRESSORKUPPLUNG AUF LECKAGEN ODER SHALTERUNG UND BESCHÄDIGUNGEN ÜBERPRÜFEN. BEFESTIGUNGSSCHRAUB ENANZUG ÜBERPRÜFEN. RIEMEN- UND DEN KOMPRESSORWELLEN- LAUFROLLENAUSRICHTUNG DICHTUNGSBEREICH AUF UND -SPANNUNG LECKAGEN (ÖL) ÜBERPRÜFEN. ÜBERPRÜFEN. KONDENSATOR REINIGEN UND KÜHLRIPPEN STRECKEN. DAS SICHTGLAS FÜR EINE SICHTPRÜFUNG REINIGEN.
  • Seite 89: Inspektion Und Wartung

    Inspektion und Wartung C. Antriebsriemen – Der Antriebsriemen sollte angezogen sein und sich in einem guten Zustand befinden. Eine Riemenspannungsmaßlehre verwenden, um die Span- nung zu überprüfen (maximal 54 kg (120 Pfund)). Mit etwas Erfahrung kann die Riemenspannung durch das Verdrehen des Riemens erfühlt werden. Versuchen, die Riemenspannung nach der Verwendung der Maßlehre zu erfühlen, wenn bekannt ist, dass die Spannung ordnungsgemäß ist. Die Riemen austauschen, wenn sie durchgescheuert sind oder abgenutzt wirken. Falls die Kupplungslaufrollen-/Riemenausrichtung verschoben ist, muss die Kompressor- oder Befestigungsschraube gelöst werden oder beides – die Ausrich- tungsstange verwenden, um die Kupplungslaufrolle an der Antriebslaufrolle auszu- richten. Zuerst die Kompressor-Befestigungsschrauben anziehen und erst anschlie- ßend die Schrauben zur Befestigung der Halterung. Die Befestigungshalterung sollte über Schlitze oder andere Vorrichtungen verfügen, mit denen die Spannung des Antriebsriemens eingestellt werden kann. Wenn eine Brechstange verwendet wird, um Spannung herzustellen, sicherstellen, dass sie nicht gegen den Kompres-...
  • Seite 90: Inspektion Des Elektrischen Systems

    Inspektion des elektrischen Systems Wenn das System nicht zu heiß ist, kann an der Unterseite aller Anschlüsse nach Öl getastet werden (siehe Abbildung 7-4). Natürlich ist die Arbeit mit einem elektronischen Leckagedetektor über einige Minuten hinweg die beste Art und Weise, um nach Leckagen zu suchen. Nicht vergessen, dass der Druck bei ei- nem ruhenden System ein anderer ist; kleine Leckagen werden also nur unter Schwierigkeiten zu finden sein. Der Druck bei einem ruhenden System liegt etwa zwischen 414 und 655 kPa (60 und 95 PSI) je nach äußerer Lufttemperatur. Dies bedeutet, dass in der Niedrigdruckseite des Systems im Ruhezustand ein höherer...
  • Seite 91 Inspektion und Wartung B. Das Klimaanlagensystem einschalten – Dies versorgt das Thermostat und die Kupp- lung mit Strom. Falls sich die Klimaanlage nicht einschalten lässt, bitte den Klimaan- lagen-Modusschalter verwenden, um die Leitungen zum Schalter zu überprüfen. Vom Thermostat sollte ein “Klick” hörbar sein; zudem sollte man die Kupplungsantriebsplatte gegen die Kupplungslaufrolle “schnappen” hören. Das Ein- und Ausschalten des Ther- mostatbetriebs ist nicht zu hören, wenn nicht die Leistungsprüfung durchgeführt wird. Abbildung 7-5 stellt ein typisches elektrisches Klimaanlagensystem sowie die Stellen dar, die überprüft werden sollten.
  • Seite 92: Leistungsprüfung - Motor Läuft

    Inspektion des elektrischen Systems Leistungsprüfung – Motor läuft Der Zweck der Sichtprüfung und der elektrischen Inspektion ist die Erkennung offensichtlicher Probleme und das Sicherstellen der Klimaanlagensystemfunktion zugunsten einer genauen Leistungsprüfung. Falls die Leistungsprüfung als Erstes durchgeführt wird, könnte dies zu falschen Schlüssen führen. Problembereiche, die bei der Leistungsprüfung erkannt werden, können falsche Mutmaßungen oder Symptomerkennungen bewirken, was Reparaturfehler und Reklamationen zur Folge haben kann. Die folgenden Verfahren der Leistungsprüfung werden weiter unten detaillierter beschrieben: 1. Überprüfung der Ein- und Ausschaltung der Systemkomponenten und der Führerka- binen-Temperaturpegel 2.
  • Seite 93 Inspektion und Wartung Diese Messwerte fallen bei den Ventilatoren höher aus, und der Temperaturschwung ist niedriger und nicht so offensichtlich. Zudem bewirkt die Gebläsegeschwindigkeit, dass die Temperaturpegel bei der gleichen Thermostateinstellung als höher (hohe Luftge- schwindigkeit) oder niedriger (niedrige Luftgeschwindigkeit) gemessen werden. Wenn die Lufttemperatur gemessen wird, ist ein elektronisches Thermometer/Pyrometer ein sehr hilfreiches Werkzeug. Damit kann die Temperatur der Führerkabine an verschiede- nen Stellen sehr schnell gemessen werden. Die Temperaturschwünge hängen davon ab, an welcher Stelle die Temperatur gemes- sen wird; darüber hinaus hängen sie von der Außentemperatur, von der Luftfeuchtigkeit und von der Höhenlage ab. Die Tabelle in Abbildung 7-6 stellt einige Beispiele typischer Temperaturvariablen dar. Nicht vergessen, dass die Temperatur der Führerkabine und des Schlafbereichs innerhalb desselben Fahrzeugs variieren kann. Ein weiterer Punkt ist, dass die elektronischen Steuerungen neuerer HVAC-Systeme den Temperaturbe- reich innerhalb eines engeren Umfangs schwanken lassen. Abbildung 7-6 LUFTTEMP. IN Die Tabelle mit den Klima- GRAD °C anlagen- und Führerkabinen- FEUCHT TROCKEN FEUCHT TROCKEN FEUCHT TROCKEN FEUCHT TROCKEN LUFTQUALITÄT...
  • Seite 94: Leistungsprüfung

    Leistungsprüfung Abbildung 7-7 SICHTGLAS Diese Zeichnungen stellen SYSTEM IST IN ORDNUNG die Zustände dar, die im KLAR ÜBERLADUNG Sichtglasfenster beobachtet werden können. KEIN KÜHLMITTEL WENIG KÜHLMITTEL EINIGE WENIGE BLASEN WÄHREND DER EIN- UND SCHAUM, BLASEN AUSSCHALTUNG DER ODER EINTRÜBUNG KUPPLUNG SIND IN IM SYSTEM BEFINDET ORDNUNG. SICH U. U. LUFT U.
  • Seite 95: Arbeitsblatt Vorbeugende Wartung

    Inspektion und Wartung B. Aufwärmung des Motors – Als Nächstes den Motor auf normale Betriebstempera- tur erwärmen lassen und sowohl den Ventilator als auch die Temperatur hoch einstellen. Sowohl den Heizungszufluss- als auch Rückflussschlauch befühlen. Falls ein erkenn- barer Unterschied hinsichtlich ihrer Temperatur festgestellt werden kann, weist dies auf einen nicht ausreichenden Durchfluss von Kühlflüssigkeit durch den Heizungskern (ein teilweise gechlossenes oder blockiertes Heizungssteuerungsventil) hin. Dies kann bei kalten Temperaturbedingungen eine schwache Heizleistung zur Folge haben. Abbildung 7-8 HEIZUNGSSYSTEM-BEDIENFELD In dieser Zeichnung werden mögliche Problembereiche HEIZUNGSSYSTEM- eines Heizungs-/Klimaanla- gensystems und Prüfungen FÜHRERKABINENSTEUERUNG dargestellt. ALLE SCHLÄUCHE UND ANSCHLÜSSE AUF LECKAGEN, DURCHGESCHEUERTE STELLEN UND VERSCHLEISS ÜBERPRÜFEN. ENTEISERVENTILATOREN RADIATORSCHLAUCH HEIZUNGSKERN TESTDRUCK AN DIE RADIATORKAPPE ANLEGEN UND DEN KÜHLMITTELPEGEL SOWIE DESSEN AUSSEHEN...
  • Seite 96: Kapitelübersicht

    Kapitelübersicht Kapitelübersicht Der Zweck dieser kurzen Inspektionsverfahren liegt darin, das Fahrzeugsystem zu warten und zu bestimmen, ober weitere, detailliertere Servicemaßnahmen erforderlich sind. Die Verwendung eines Vielzweck-Maßlehrensatzes, die System-Fehlerbehebung, das Ablassen, Durchspülen, Entlüften und Befüllen werden im folgenden Kapitel be- schrieben. Eine hohe Verwendungsfrequenz und die Unterschiede hinsichtlich der Betriebs- bedingungen haben einen maßgeblichen Einfluss auf Klimaanlagen- und Heizungs- komponenten. Es sollten regelmäßige Überprüfungs- und Wartungsverfahren ein- und durchgeführt werden, um die Gesamtfunktion des Systems sowie die Lebensdauer der Komponenten zu verbessern. Eine normale Überprüfung sollte nicht länger als 15 bis 20 Minuten in Anspruch nehmen, es sei denn, der Austausch von Komponenten und/oder der vollständige Ablass des Systems sowie eine erneute Befüllung ist garantiert. Die in Abbildung 7-1 dargestellten Studienergebnisse zeigen, dass die Riemen, die Kompressorkupp- lungsbaugruppe, der Kondensator und die Kühlmittelleitungen zu den am häufigsten...
  • Seite 97: Plan Für Die Vorbeugende Wartung Von Klimaanlagensystemen

    Abbildung 7-9 Plan für die vorbeugende Wartung PLAN FÜR DIE VORBEUGENDE WARTUNG VON KLIMAANLAGENSYSTEMEN HINWEIS: Typischer Wartungsplan: 3 Monate oder 24.000 km (15.000 Meilen), 6 Monate oder 48.000 km (30.000 Meilen), 12 Monate oder 96.000 km (60.000 Meilen) Kilometerstand: Installationsdatum: Letzte Wartungsüberprüfung: Kilometerstand: Überprüfung erfolgte durch...
  • Seite 98 ZeRlegung und WiedeRZuSAMMenbAu Wartungsstandards ............. 4-2 Antrieb ................. 4-4 Fahrwerk ..............4-11 Rahmen ..............4-14 Steuersystem ............4-19 Anbaugeräte .............. 4-21 Hydrauliköltank ............4-28 HST-Pumpe ............... 4-30 Zahnradpumpe ............4-54 Steuerventil ..............4-59 SUB-Ventil ..............4-65 Niveauausgleichventil ..........4-70 Schaltventil ..............4-74 Proportional-Magnetsteuerventil ........
  • Seite 99: Wartungsstandards

    ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU WARTUNGSSTANDARDS WARtungSStAndARdS Gleiskettenrollen A Kriterien (mm) code Standardabmessungen Zulässige Werte –– 2CAA01Z Gleiskettenrollen B Kriterien (mm) code Standardabmessungen Zulässige Werte –– 4AAA01Z Antriebskettenrad Kriterien (mm) code Standardabmessungen Zulässige Werte 4AAA02Z Leiträder Kriterien (mm) code Standardabmessungen Zulässige Werte ––...
  • Seite 100 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU WARTUNGSSTANDARDS Abstand Bolzen- Buchse 4AAA04Z Maße: mm code Gegenstand Kriterien Maßnahme Zulässige Maßab- Standardab- Standardab- Zulässiger weichung messungen stand Abstand Welle Bohrung Hubarm und Rahmen -0,02 +0,15 0,047 bis -0,05 +0,10 0,163 -0,02 +0,15 Hubarmzylinder und Rahmen 0,07 bis 0,20 -0,05 +0,05...
  • Seite 101: Antrieb

    ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU ANTRIEB AntRieb Ausbauen des Motors 1. Das Batterie-Massekabel (1) von der Batterieklemme trennen. 2. Das Schutzdach abmontieren. “Abmontieren des Schutzdachs“ 3. Den Bodenrahmen ausbauen. “Ausbauen des Bodenrahmens” 4BAA01Z 4. Die elektrischen Verkabelung des Luftfilters (2) abtren- nen. 5.
  • Seite 102 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU ANTRIEB 13. Das Batteriekabel (12) und die elektrische Verkabelung (13) vom Motor trennen. • Die einzelnen Kabel durch Anhänger kennzeichnen. 14. Das Motor-Massekabel (14) abtrennen. 4BAA05Z 15. Die Schrauben (17) und die Dämpfungsgummi (18) und (19) entfernen. Schraube: ThreeBond Nr. 1324 Schraube: 256 N·m 16.
  • Seite 103: Ausbauen Des Kühlers

    ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU ANTRIEB Ausbauen des kühlers 1. Den Kühlerdeckel (1) lockern und das Motorkühlmittel aus dem Ablassventil (2) ablassen. • Motorkühlmittelfüllung: 11 L 4BAA08Z 2. Die Schrauben (3) entfernen und die Kühlerbaugruppe (4) öffnen. 4BAA09Z 3. Den Ablassschlauch (5) abtrennen. 4. Die Kühlerschläuche (6) und (7) sowie den Schlauch (8) abtrennen.
  • Seite 104: Ausbauen Der Hydraulikpumpe

    ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU ANTRIEB Ausbauen der Hydraulikpumpe 1. Das Hydrauliköl aus dem Hydrauliktank ablassen. “Ausbauen des Hydrauliktanks” 2. Die Ablassschläuche (1) und die HST-Schläuche (2) ab- trennen. 3. Die Förderschläuche (3) und die Ladeschläuche (4) ab- trennen. 4BAA12Z 4. Die elektrische Verkabelung der Druckschalter (5) ab- trennen.
  • Seite 105 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU ANTRIEB entlüftung der HSt-pumpe wArNUNG Die HST-pumpe muss vor dem Wiederzusammenbau unbedingt entlüftet werden. Andernfalls kann es zu un- erwarteten Bewegungen der Maschine und zu schwe- ren oder tödlichen Verletzungen kommen. 1. Vor dem Einbau der HST-Pumpe in die Maschine die Servo-Steuerungskammern mit Hydrauliköl füllen.
  • Seite 106: Ausbau Des Kraftstofftanks

    ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU ANTRIEB Ausbau des kraftstofftanks 1. Den Bodenrahmen ausbauen. “Ausbauen des Bodenrahmens” 2. Die Hebelständer ausbauen. “Ausbauen der Hebelständer” 3. Die Hydraulikpumpe ausbauen. “Ausbauen der Hydraulikpumpe” 4. Den Ablassstopfen (1) lockern und den Kraftstoff ab- lassen. • Kraftstofftankinhalt: 57 L 4BAA16Z 5.
  • Seite 107 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU ANTRIEB einstellen des gashebels Hebelstellungen 1. Die Mutter (2) lockern. 2. Den Gashebel (1) und den Sensorhebel (4) des Gas- pedalsensors durch Drehen der Stange (3) in folgende Stellungen bringen. Hebel (1) in Neutralstellung (A): Der Hebel ist ganz nach vorne gedrückt.
  • Seite 108: Fahrwerk

    ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU FAHRWERk fAHRWeRk Abmontieren der gleisketten 1. Die Gleiskette (1) entspannen. • Beim Lockern des Rückschlagventils (2) vorsich- tig vorgehen. Sobald Fett austritt, das Ventil nicht weiter lockern. Falls kein Fett austritt, die Maschine etwas vorwärts und rückwärts bewegen. Rückschlagventil: 59 N·m 2.
  • Seite 109: Abmontieren Des Leitrads Und Des Gleisketteneinstellers

    ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU FAHRWERk Abmontieren der gleiskettenrollen 1. Die Gleiskette entspannen. 2. Die Befestigungsschraube (1) der Rolle leicht lockern (etwa eine Drehung). 3. Die Maschine anheben, die Befestigungsschraube (1) herausdrehen und die Rolle (2) entfernen. 4CAA04Z Montieren der gleiskettenrollen 1. Die Befestigungsschraube (1) der Rolle (2) provisorisch festziehen.
  • Seite 110 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU FAHRWERk Ausbau des fahrmotors 1. Die Gleiskette abmontieren. “Abmontieren der Gleisketten” 2. Die Befestigungsschrauben (1) entfernen und das Ket- tenrad (2) entfernen. Schraube: ThreeBond Nr. 1324 Schraube: 241 N·m 3. Die Motorabdeckung entfernen und die Hydraulik- schläuche (4) abtrennen. 4.
  • Seite 111: Rahmen

    ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU RAHMEN RAHMen Hochklappen des Schutzdachs Zu Kontroll- und Wartungszwecken kann das Schutzdach hoch- geklappt werden. wArNUNG • Anheben oder Absenken des Schutzdachs bei laufendem Motor kann dazu führen, dass sich die Maschine unerwar- tet in Bewegung setzt und das Wartungspersonal dabei schwere Verletzungen erleidet.
  • Seite 112: Hubarmsicherung

    ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU RAHMEN Hubarmsicherung wArNUNG • Falls Arbeiten unter dem angehobenen Hubarm ausgeführt werden müssen, diesen stets mit der Hubarmsicherung absichern. keinesfalls unter dem Hubarm stehen, ohne vorher sichergestellt zu ha- ben, dass der Hubarm sicher abgestützt ist. • Falls an der Hubarmsicherung Teile beschädigt sind oder fehlen, diese sofort reparieren/ersetzen.
  • Seite 113: Abmontieren Der Hubarmsicherung

    ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU RAHMEN Abmontieren der Hubarmsicherung: 1. Den R-Stift (4) herausziehen, dann den Arretierstift (1) aus der Hubarmsicherung (2) ziehen. 2. Das Ring-Ende (3) der Feder mit den Fingern greifen und in den Haken (5) an der Hubarmsicherung einha- ken.
  • Seite 114: Abmontieren Der Abdeckungen

    ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU RAHMEN Abmontieren der Abdeckungen 1. Das Batterie-Massekabel (1) von der Batterieklemme trennen. 2. Das Schutzdach hochklappen. “Hochklappen des Schutzdachs” 3. Die Motorhaube (1) öffnen und an einem Drahtseil auf- hängen. 4. Die Befestigungsschrauben der Gasdruckfeder (2) ent- fernen und die Feder abnehmen.
  • Seite 115: Abmontieren Des Schutzdachs/Der Kabine

    ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU RAHMEN Abmontieren des Schutzdachs/der kabine 1. Das Batterie-Massekabel von der Batterieklemme tren- nen. 2. Den Hubarm anheben. “Hubarmsicherung” 3. Die zwei Befestigungsschrauben (A) an der Vorderseite entfernen. 4. Das Schutzdach (20) aufhängen. • Das Drahtseil in den Haken einhängen und das Schutzdach aufhängen.
  • Seite 116: Steuersystem

    ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU STEUERSySTEM SteueRSySteM Hydraulische Schaltanlage 4FAA01Z Anschlusstabelle 1. Schaltventil rechts 1 ↔ Pa2 2. Schaltventil links 2 ↔ Pb1 3. Proportional-Magnetsteuerventil 3 ↔ Pb2 4. Steuerventil 4 ↔ Pa1 5. Sub-Ventil P ↔ 11 6. HST-Pumpe T ↔ T2 7.
  • Seite 117: Ausbauen Der Hebelständer

    ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU STEUERSySTEM Ausbauen der Hebelständer 1. Das Schutzdach hochklappen. “Hochklappen des Schutzdachs” 2. Den Boden ausbauen. “Ausbauen des Bodenrahmens” 3. Hebelständer “L” ausbauen. a. Die Abdeckung (1) ausbauen. b. Die Hydraulikschläuche vom Schaltventil (2) abtren- nen. • Die Hydraulikschläuche durch Anhänger kenn- zeichnen.
  • Seite 118: Anbaugeräte

    ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU ANBAUGERäTE AnbAugeRäte Abmontieren der Schnellkupplung wArNUNG • Die Hydraulikschläuche vor dem Abtrennen unbe- dingt entlüften. • Beim Ausrichten der Bolzenlöcher keinesfalls die Finger in die löcher einführen. wichtig: • Beim Festziehen des Arretierstifts mit einer Doppel- mutter zwischen Mutter und Arretierbund einen Ab- stand von 0,5 bis 1,0 mm vorsehen.
  • Seite 119: Abmontieren Des Hubarms

    ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU ANBAUGERäTE Abmontieren des Hubarms 1. Die Hydraulikschläuche (1) von den Rohrleitungen (Schaufel) (2) abtrennen. 4GAA04Z 2. Die Hydraulikschläuche (3) von den Rohrleitungen (Hilfsverrohrung) (4) und anschließen die Rohrleitungen (5) von den Hubarmzylinder (6) abtrennen. 3. Den Hubarm (7) vorübergehend aufhängen und den Stift (8) aus der Kolbenstangenseite des Hubarmzylin- ders ziehen.
  • Seite 120 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU ANBAUGERäTE einstellen der Schaufelsicherung GEFAHr Beim Arbeiten unter dem angehobenen Hubarm diesen stets mit der Hubarmsicherung absichern. keinesfalls unter dem Hubarm stehen, ohne vorher sichergestellt zu haben, dass der Hubarm sicher abgestützt ist. wArNUNG • Die Maschine für die Arbeiten auf festem, ebenem Untergrund parken.
  • Seite 121 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU ANBAUGERäTE 4. Den Motor starten und den Hubarm anheben, bis die Hubarmsicherung (2) auf der Kolbenstange des Zylin- ders sitzt. 5. Den Hubarm langsam anheben, bis die Hubarmsiche- rung (2) an die Endfläche des Zylinderrohrs anschlägt und einrastet; dann den Motor abstellen. 4GAA08Z 6. Den Arretierstift (3) in das vordere Loch an der Hubarm- sicherung (2) einsetzen und unter der Kolbenstange des Zylinders durch in das hintere Loch.
  • Seite 122 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU ANBAUGERäTE 13. Den Motor starten, den Hubarm anheben, bis die Hu- barmsicherung sich löst, und dann den Motor abstel- len. 14. Den R-Stift (5) und den Arretierstift (3) herausziehen und die Hubarmsicherung (2) entfernen. 15. Den Motor starten, den Hubarm so weit wie möglich absenken und den Motor abstellen.
  • Seite 123 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU ANBAUGERäTE 2. Die Überwurfschrauben ausschrauben und die An- schläge (1) entfernen. 4GAA14Z 3. Die Hubarmsicherung (2) abmontieren. “Hubarmsicherung” 4. Den Motor starten und den Hubarm absenken. Der Hubarm muss sich etwa 500 mm über dem Boden befinden. 500mm 4GAA15Z 5.
  • Seite 124 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU ANBAUGERäTE 7. Die Anschläge (1) und Distanzscheiben (3) auf beiden Seiten (rechts und links) des Rahmens befestigen und mit den Überwurfschrauben sichern. • Die Distanzscheibe muss so gewählt werden, dass die Stärke “B” (27 mm) des Anschlags (1) zuzüglich der Stärke der Distanzscheibe 1 mm größer ist als der in Schritt 6 gemessene Abstand “A”.
  • Seite 125: Hydrauliköltank

    ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU HyDRAUlIkölTANk HydRAulikÖltAnk Ausbauen des Hydrauliktanks 1. Den Kühler ausbauen. “Ausbauen des Kühlers” 2. Das Hydrauliköl aus dem Hydrauliktank ablassen. a. Den Ablassstopfen (1) lockern. b. Den Ablassstopfen (2) lockern und das Hydrauliköl ablassen. • Tankinhalt: 29 L 4HAA01Z 3. Die Hydraulikschläuche (3) vom Hydrauliktank abtren- nen.
  • Seite 126: Maschinenstellung Zur Kontrolle Des Hydraulikölstands

    ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU HyDRAUlIkölTANk einfüllen von Hydrauliköl Der Ölstand ändert sich mit der Öltemperatur. Den Ölstand in der rechts gezeigten Stellung der Maschine kontrollie- ren. Maschinenstellung zur Kontrolle des Hydrauli- kölstands 1. Den Motor starten und auf niedriger Drehzahl laufen lassen.
  • Seite 127: Hst-Pumpe

    ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU HST-pUMpE HSt-puMpe Aufbau Pumpen-Baugruppe (1/4) 4IAA01Z 1. O-Ring 11. Lager 21. Ventilscheibe 2. Dichtung 12. Dichtungsträger 22. Kupplung 3. O-Ring 13. Abdeckung 23. Kupplung 4. O-Ring 14. Stift 24. Dichtring 5. O-Ring 15. Überwurfschraube 25. “A”-Belag-Adapter 6. Lager 16.
  • Seite 128 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU HST-pUMpE Pumpen-Baugruppe (2/4) 4IAA02Z 1. Stopfen 10. Stopfen 2. Steuerschieber 11. Stopfen 3. Stopfen 12. Mutter 4. Feder 13. Feder 5. Ventilkegel 14. Ventilkegel 6. Stopfen 15. O-Ring 7. Adapter 16. Stift 8. Dichtring 17. Überwurfschraube 9. Überwurfschraube 4-31...
  • Seite 129 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU HST-pUMpE Pumpen-Baugruppe (3/4) 9 10 4IAA03Z 1. Blende 11. Überwurfschraube 2. Dichtring 12. Stopfen 3. Ventil 13. Abdeckung 4. Feder 14. Stopfen 5. Stopfen 15. Stopfen 6. Stopfen 16. Ring 7. Abdeckung 17. Kolben 8. Überwurfschraube 18. Dichtmutter 9.
  • Seite 130 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU HST-pUMpE Pumpen-Baugruppe (4/4) 9 10 4IAA04Z 7. Stopfen 1. Stopfen 2. Stopfen 8. Überwurfschraube 3. Stopfen 9. Bolzen 4. Stopfen 10. Federscheibe 11. Unterlegscheibe 5. Schraube 6. Dichtmutter 4-33...
  • Seite 131 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU HST-pUMpE Zerlegung Pumpe 1. Die Pumpen P1, P2 und die Zahnradpumpe zerlegen. • Zum Erleichtern des Wiederzusammenbaus Monta- gemarkierungen anbringen. a. Die zwei Überwurfschrauben (1) ausschrauben und die Zahnradpumpe (2) vom “A”-Belag-Adapter (3) trennen. Den O-Ring vom “A”-Belag-Adapter (3) entfernen. b. Die zwei Innensechskantschrauben (4) entfernen, um Hydraulikpumpe P1 von P2 zu trennen.
  • Seite 132 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU HST-pUMpE 5. Die Wellenbaugruppe ausbauen. • Die Wellenbaugruppe am Zahnkranz greifen und hochziehen. 4IAA09Z 6. Die seitliche Abdeckung entfernen. a. Die sechs Überwurfschrauben entfernen. b. Die seitliche Abdeckung (11) entfernen. • Die Taumelscheibe (12) mit dem Griff eines Gum- mihammers nach unten drücken. • Falls schwer zu entfernen, Punkt “B” an der seitli- chen Abdeckung (11) leicht mit dem Gummiham- mer beklopfen.
  • Seite 133 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU HST-pUMpE 10. Die Ventilscheibe (14) vom Gehäuse abbauen. • Falls schwer zu entfernen, einen Schlitzschrauben- dreher dazu verwenden. • Darauf achten, dass die Ventilscheibe nicht beschä- digt wird. 11. Den Steuerstift (15) aus der Ventilscheibe entfernen. 4IAA13Z Die Servo-Abdeckung (16) entfernen. a. Die fünf Überwurfschrauben entfernen. b. Die Servo-Abdeckung (16) und den Dichtring entfer- nen.
  • Seite 134 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU HST-pUMpE 15. Den Servo-Kolben (20) entfernen. 4IAA17Z 16. Den “B”-Belag-Adapter (Hydraulikpumpe P1) entfer- nen. a. Die sechs Überwurfschrauben ausschrauben und den “B”-Belag-Adapter (5) entfernen. • Falls schwer zu entfernen, den “B”-Belag-Adap- ter leicht mit einem Gummihammer beklopfen. b. Den O-Ring entfernen. 4IAA18Z 17.
  • Seite 135 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU HST-pUMpE 19. Die zwei Positionsstifte (22) entfernen. • Darauf achten, dass die Stifte dabei nicht in das Ge- häuse fallen. 4IAA21Z 20. Die Zylinderblock-Baugruppe zerlegen. wichtig: Nur in Fällen zerlegen, wo Fremdkörper in die Baugruppe gelangt sind oder Teile beschädigt sind. a. Die Kolben (23) und den Haltering (24) vom Zylinder- block (25) entfernen.
  • Seite 136 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU HST-pUMpE c. Die Mutter (34) auf den Zugbolzen (6) aufsetzen und von Hand festdrehen, um die Feder zu komprimie- ren. • Den Zugbolzen mit einem Inbusschlüssel gegen- halten, damit er sich nicht drehen kann. • Die Mutter festziehen, bis der Sprengring (36) vollständig entlastet ist.
  • Seite 137 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU HST-pUMpE Ventile 1. Das Ladedruckrückschlagventil/Hochdruckentlas- tungsventil ausbauen. a. Die Ventilsitzschrauben (1) aus dem Pumpengehäu- se ausbauen. b. Die Entlastungsventil-Baugruppen (2) aus dem Pumpengehäuse ausbauen. wichtig: Die in den Entlastungsventil-Baugruppen (2) enthaltenen kegelfedern (3) nicht weiter zerlegen. 4IAA27Z 2.
  • Seite 138 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU HST-pUMpE Wiederzusammenbau Pumpe 1. Den Servo-Kolben zusammenbauen. a. Federführung (39), Feder (38) und Federführung (37) auf den Zugbolzen (6) aufsetzen. b. Die Mutter (35) aufsetzen und von Hand festdrehen, bis sie die Federführung (37) berührt. c. Die Mutter (34) festziehen, bis sie die Mutter (35) be- rührt.
  • Seite 139 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU HST-pUMpE d. Die Kolben (23) in den Haltering (24) einsetzen und am Zylinderblock (25) anbringen. • Noch einmal sicherstellen, dass alle Teile vor- schriftsmäßig eingebaut wurden. 4IAA33Z 4. Die zwei Positionsstifte (22) einbauen. 4IAA21Z 5. Die Antriebskupplung (21) einbauen. 4IAA20Z 6.
  • Seite 140 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU HST-pUMpE 7. Den “A”-Belag-Adapter (Hydraulikpumpe P2) einbau- a. Den Dichtring anbringen. • Einen neuen Dichtring verwenden. b. Den “A”-Belag-Adapter (3) einbauen und mit den sieben Überwurfschrauben befestigen. Überwurfschraube: 36 bis 43 N·m 4IAA19Z 8. Den Servo-Kolben einbauen. • Einen neuen Kolbenring verwenden. • Den Kolbenring (33) vollständig mit Hydrauliköl be- streichen, um ihn gegen Verformung oder Beschä- digung zu schützen.
  • Seite 141 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU HST-pUMpE 9. Die Servo-Abdeckung und den Dichtring entfernen. • Einen neuen Dichtring verwenden. a. Den Dichtring und die Servo-Abdeckung (19) an- bringen. • Darauf achten, dass die Servo-Abdeckung beim der auf dem Zugbolzen nicht beschädigt wird. b. Die fünf Überwurfschrauben von Hand festdrehen. 4IAA16Z c. Den Dichtring und die Servo-Abdeckung (16) an- bringen.
  • Seite 142 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU HST-pUMpE 12. Die Ventilscheibe (14) über dem Nadellager des Ge- häuses einbauen. • Fremdkörper unter der Ventilscheibe können zum Ausfall der Pumpe führen. • Sicherstellen, dass die Ventilscheibe mit dem Steu- erstift in Eingriff ist. • Die Oberseite der Ventilscheibe mit Hydrauliköl schmieren. 4IAA37Z 13.
  • Seite 143 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU HST-pUMpE 16. Die seitliche Abdeckung anbauen. a. Die Taumelscheibe herunterdrücken, um sie mit dem La- ger der seitlichen Abdeckung (11) auszurichten. b. Den Dichtring und die seitliche Abdeckung (11) anbringen. • Die seitliche Abdeckung provisorisch mit den zwei zur Ausrichtung verwendeten Überwurfschrauben befes- tigen. Überwurfschrauben verwenden, die länger sind als für die seitliche Abdeckung vorgeschrieben.
  • Seite 144 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU HST-pUMpE 20. Den Dichtungsträger (9) auf dem Gehäuse anbringen und anschließend den Haltering (8) einbauen. • Dabei darauf achten, dass der O-Ring nicht einge- klemmt oder beschädigt wird. • Sicherstellen, dass der Haltering richtig in der Nut im Gehäuse sitzt. 4IAA08Z 21. Den Ablassstopfen (7) einschrauben. Ablassstopfen: 95 bis 135 N·m 22. Eine Leerlauf-Torsionsprüfung durchführen. Zum Überprüfen des Zusammenbaus die Pumpe in einem Schraubstock fixieren und dabei die Welle dre- hen.
  • Seite 145 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU HST-pUMpE Ventile 1. Das Ladedruckrückschlagventil/Hochdruckentlas- tungsventil einbauen. a. An jeder Ventilsitzschraube (1) den äußeren O-Ring, Stützring und inneren O-Ring anbringen. • Sicherstellen, dass die Kegelfeder (3) durch den Ventilkegel bzw. das Entlastungsventil (2) richtig gehalten wird. wichtig: Falsche positionierung der kegelfeder kann den einwandfreien Betrieb der pumpe beeinträchti- gen.
  • Seite 146 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU HST-pUMpE kontrolle und einstellung Überprüfen der teile Teile, an denen Fehler festgestellt werden, dürfen unter keinen Umständen weiter verwendet werden; stets durch neue ersetzen. Zylinderblock • Gleitflächen und andere Flächen, die mit der Ventilschei- be in Berührung kommen, müssen glatt und frei von jeg- lichen Beschädigungen oder Graten sein.
  • Seite 147: Servo-Abdeckung

    ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU HST-pUMpE Servo-Abdeckung • Die den Dichtring berührende Fläche der Servo-Abde- ckung muss sauber und glatt sein. • Die Fläche darf weder Kratzer aufweisen noch dürfen Fremdkörper daran anhaften. Antriebswelle • Die Welle und ihr Zahnkranz müssen geradlinig und frei von Beschädigungen oder Verschleiß sein. • Die die Wellendichtung berührende Fläche der Welle darf keine Ringnut aufweisen.
  • Seite 148: Einstellen Des Drehmoments Des Servo-Kolbens

    ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU HST-pUMpE Einstellen des Drehmoments des Servo-Kolbens Durch die Einstellung soll sichergestellt werden, dass die Kraft der Feder (38) auf den Sprengring (36) wirkt und der Zugbolzen (6) sich ungehindert dreht. 1. Die Mutter (35) mit einen Mutterschlüssel gegenhalten und den Zugbolzen (6) von Hand nach links festdre- hen.
  • Seite 149: Einstellen Der Neutralstellung Der Pumpe

    ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU HST-pUMpE Einstellen der Neutralstellung der Pumpe wArNUNG • Die Einstellung auf ebenem Untergrund durchfüh- ren. • Unmittelbar nach Abstellen des Motors ist das Öl heiß. Mit der Arbeit warten, bis es sich abgekühlt hat. • Beim Abtrennen der Hydraulikschläuche kann der interne Druck zum Herausspritzen von öl führen.
  • Seite 150: Einstellen Des Hubbegrenzers

    ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU HST-pUMpE Einstellen des Hubbegrenzers wArNUNG • Die Einstellung auf ebenem Untergrund durchfüh- ren. • Unmittelbar nach Abstellen des Motors ist das Öl heiß. Mit der Arbeit warten, bis es sich abgekühlt hat. • Beim Abtrennen der Hydraulikschläuche kann der interne Druck zum Herausspritzen von öl führen.
  • Seite 151: Zahnradpumpe

    ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU zAHNRADpUMpE ZAHnRAdpuMpe Aufbau 4IAB01Z 9. Buchse 1. Flansch 10. Buchse 2. Hintere Abdeckung 11. Buchse 3. Gehäuse 12. Dichtring 4. Antriebszahnrad 13. Dichtring 5. Antriebszahnrad 14. Öldichtung 6. Abtriebszahnrad 15. Sprengring 7. Abtriebszahnrad 8. Buchse 4-54...
  • Seite 152: Zerlegung

    ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU zAHNRADpUMpE Zerlegung Die Zahnradpumpe in den unten beschriebenen Schritten zerlegen. Zum Wiederzusammenbau den Zerlegungsvor- gang in umgekehrter Reihenfolge durchführen. 1. Die Überwurfschrauben entfernen. Überwurfschraube: 88,2 bis 93,1 N·m 4IAB02Z 2. Den Flansch (1) ausbauen. 3. Die Dichtung (2) vom Flansch (1) abnehmen. 4.
  • Seite 153 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU zAHNRADpUMpE 7. Die vordere Pumpe zerlegen. a. Die Buchse “A” (7), die Buchse “B” (8), das Antriebs- zahnrad (9) und das Abtriebszahnrad (10) aus dem Gehäuse ausbauen. • Darauf achten, dass die Buchsen nicht verwech- selt werden. • Vorsichtig vorgehen, damit das Innere der Ge- häuse nicht verkratzt oder anderweitig beschä- digt wird.
  • Seite 154 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU zAHNRADpUMpE kontrolle und einstellung Überprüfen der teile Die zerlegten Teile auf Schmutz und Verfärbung untersu- chen und anschließend mit Dieselkraftstoff reinigen. Der Dieselkraftstoff darf dabei nicht auf Gummiteile geraten. Die einzelnen Teile folgenden Kontrollen unterziehen und ggf. reparieren oder ersetzen.
  • Seite 155: Messen Der Fördermenge

    ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU zAHNRADpUMpE Dichtungen • Die Dichtflächen der Öldichtungen auf Kratzer, Ver- schleiß, Verformung oder Alterung des Gummis unter- suchen. Defekte Dichtungen ersetzen. • Die Dichtungen bei jeder Zerlegung der Hydraulikpumpe erneuern. • Den Stützring auf Ablagerungen und schnitte untersu- chen. Bei Defekten ersetzen. Probelauf Es empfiehlt sich, den Betrieb der Pumpe auf einem Prüf- stand zu testen.
  • Seite 156: Steuerventil

    ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU STEUERVENTIl SteueRVentil Aufbau 1. Mutter A 10. Hauptentlastungsventil 2. Zugstange A 11. O-Ring 3. Mutter B 12. Öffnungsentspannungsventil 4. Zugstange B 13. O-Ring 5. Eintrittsgehäuse 14. Stopfen 6. Austrittsgehäuse 15. O-Ring 7. Hubarmhydraulik-Baugruppe 16. Stopfen 8. Schaufelhydraulik-Baugruppe 17.
  • Seite 157 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU STEUERVENTIl Hubarmhydraulik 1. Ladedruckrückschlagventil 2. Feder 3. Abdeckung A 4. Schraube 5. Federhalterung A 6. Feder 7. Federhalterung B 8. O-Ring 9. Überwurfschraube 10. Abdeckung B 11. O-Ring Schaufelhydraulik 1. Ladedruckrückschlagventil 2. Feder 3. Abdeckung A 4. Schraube 5.
  • Seite 158 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU STEUERVENTIl Hauptentlastungsventil 1. Gehäuse 10. Feder 2. Stopfen 11. Feder 3. Hülse 12. O-Ring 4. Hauptventilkegel 13. Stützring 5. Kolben 14. O-Ring 6. Nadelventil 15. O-Ring 7. Einstellschraube 16. O-Ring 8. Unterlegscheibe 17. Unterlegscheibe 9. Gegenmutter Öffnungsentspannungsventil 1.
  • Seite 159 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU STEUERVENTIl Zerlegung und Wiederzusammenbau Das Steuerventil in den unten beschriebenen Schritten zer- legen. Zum Wiederzusammenbau den Zerlegungsvorgang in umgekehrter Reihenfolge durchführen. Zerlegung wiederzusammenbau 1. Die Muttern (1) und (3) sowie die Zugstangen (2) und (4) entfernen und dann den Block abnehmen. Mutter (1): 19 N·m Mutter (3): 46 N·m 2.
  • Seite 160 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU STEUERVENTIl 4. Das Ladedruckrückschlagventil ausbauen. a. Die Feder (3) und den Ventilkegel (4) entfernen. Zerlegung des Hydraulikhebelblocks 1. Die Überwurfschraube (9) und die Abdeckung (3) ent- fernen und dann den O-Ring (8) von Abdeckung (3) abnehmen. Überwurfschraube: 9,8 N·m 2.
  • Seite 161 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU STEUERVENTIl Zerlegung des Hauptentspannungsventils 1. Den Stopfen (1) vom Gehäuse (2) trennen. Stopfen: 49 bis 54 N·m 2. Den O-Ring (3) vom Stopfen (1) entfernen. 3. Die Hülse (4) von Stopfen (1) trennen, und anschlie- ßend die Feder (5) und den Hauptventilkegel (6) von der Hülse (4) abnehmen.
  • Seite 162: Sub-Ventil

    ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU SUB-VENTIl Sub-Ventil Aufbau 22 26 11 12 6 20 3 28 6 20 9 10 1 25 6 20 3 28 17 18 8 19 4KAA01Z 1. O-Ring 11. Tauchkolben 21. Stopfen 2. O-Ring 12. Feder 22. Stopfen 3.
  • Seite 163 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU SUB-VENTIl Zerlegung Die Pumpe in den unten beschriebenen Schritten zerlegen. Zum Wiederzusammenbau den Zerlegungsvorgang in um- gekehrter Reihenfolge durchführen. 1. Magnetventil “B” ausbauen. a. Die Überwurfschrauben ausschrauben und Mag- netventil (1) ausbauen. Überwurfschraube: 3,92 N·m • Darauf achten, dass die Schubstange nicht aus dem Magnetventil fällt.
  • Seite 164 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU SUB-VENTIl 3. Den Stopfen (10) abschrauben und den daran (10) be- findlichen O-Ring entfernen. Stopfen: 98 N·m 4. Die Feder (11) und die Unterlegscheibe (12) entfernen. 5. Den Stopfen (13) abschrauben und den daran (13) be- findlichen O-Ring entfernen. Stopfen: 76 N·m 6.
  • Seite 165 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU SUB-VENTIl 14. Den Stopfen (23) abschrauben und den daran (23) be- findlichen O-Ring entfernen. Stopfen: 21 N·m 15. Die Feder (24) und den Tauchkolben (25) entfernen. 4KAA10Z 4-68...
  • Seite 166 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU SUB-VENTIl kontrolle und einstellung Überprüfen der teile Teile Kriterien Maßnahme Spulenbaugruppe • Das Magnetventil ist verbrannt, kurzgeschlossen oder hat • Ersetzen eine schadhafte Leitung • Kurzschluss oder schadhafte Leitung • Ersetzen Gehäuse • Kratzer, Rost oder Korrosion an den Gleitflächen für den • Ersetzen Tauchkolben • Kratzer, Rost oder Korrosion an dem den O-Ring berühren- • Ersetzen den Teil der Dichtung • Sonstige Beschädigungen, die die normale Funktion beein-...
  • Seite 167: Niveauausgleichventil

    ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU NIVEAUAUSGlEICHVENTIl niVeAuAuSgleicHVentil Aufbau 4KAB01Z 1. Stopfen 9. Feder 17. Mutter 2. Gehäuse 10. Steuerschieber 18. O-Ring 3. Stopfen 11. Stopfen 19. O-Ring 4. Feder 12. Feder 20. O-Ring 5. Ventilkegel 13. Nadel 21. O-Ring 6. Stopfen 14. Stopfen 22.
  • Seite 168 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU NIVEAUAUSGlEICHVENTIl Zerlegung Die Pumpe in den unten beschriebenen Schritten zerlegen. Zum Wiederzusammenbau den Zerlegungsvorgang in um- gekehrter Reihenfolge durchführen. 1. Den Stopfen (1) abschrauben und den daran (1) be- findlichen O-Ring entfernen. Stopfen: 76 N·m 2. Die Feder (2) und den Ventilkegel (3) entfernen. 4KAB02Z 3.
  • Seite 169 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU NIVEAUAUSGlEICHVENTIl 5. Den Stopfen (8) abschrauben und die daran (8) befind- lichen O-Ringe entfernen. Stopfen: 59,5 N·m 6. Den Kolben (9) ausbauen. 4KAB06Z 7. Die Stopfen (10) abschrauben und die daran (10) be- findlichen O-Ringe entfernen. Stopfen: 76 N·m 8.
  • Seite 170 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU NIVEAUAUSGlEICHVENTIl kontrolle und einstellung Überprüfen der teile Teile Kriterien Maßnahme Gehäuse • Kratzer, Rost oder Korrosion an den Gleitflächen für den • Ersetzen Tauchkolben • Kratzer, Rost oder Korrosion an dem den O-Ring be- • Ersetzen rührenden Teil der Dichtung • Sonstige Beschädigungen, die die normale Funktion • Ersetzen beeinträchtigen Steuerschieber, Stift, Tauch-...
  • Seite 171: Schaltventil

    ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU SCHAlTVENTIl ScHAltVentil Aufbau 1. Gehäuse 11. Unterlegscheibe 2 2. Steg 12. Feder 3. Steuerschieber 13. Feder 4. Stopfen 14. Feder 5. Schubstange 15. Feder 6. Schubstange 16. Gelenkstück 7. Dichtung 17. Nocke 8. O-Ring 18. Einstellmutter 9. Federsitz 19.
  • Seite 172: Spezialwerkzeuge

    ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU SCHAlTVENTIl Spezialwerkzeuge Maße: mm Einbauvorrichtung A Anzahl: 1 Material A: S45c Material B: ScM415N (einsatzgehärteter Stahl) 4KAC02Z Einbauvorrichtung B Anzahl: 2 Material B: ScM415N(einsatzgehärteter Stahl) ±0.1 ±0.1 15.5 C0.5 C0.5 ±0.1 11.6 4KAC03Z Zerlegung 1. Die Einstellmutter (1) abschrauben und die Nocke (2) vom Gelenkstück abnehmen.
  • Seite 173 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU SCHAlTVENTIl 3. Den Stopfen (5) abschrauben und die Schubstange (6) vom Stopfen (5) trennen. • Falls schwer zu entfernen, einen Schlitzschrauben- dreher dazu verwenden. • Vorsichtig vorgehen, weil der Stopfen unter Feder- druck herausspringen kann. 4KAC07Z 4. O-Ring (7) und Dichtung (8) vom Stopfen abnehmen. 4KAC08Z 5. Das Reduzierventil (12) und die Feder (13) ausbauen. • Zum Erleichtern des Wiederzusammenbaus Mon- tagemarkierungen für das Reduzierventil und das entsprechende Loch im Gehäuse anbringen.
  • Seite 174: Wiederzusammenbau

    ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU SCHAlTVENTIl 7. Federsitz (14), Feder (15) und Unterlegscheibe 2 (16) vom Steuerschieber (17) entfernen. 4KAC11Z Wiederzusammenbau 1. Das Reduzierventil (12) zusammenbauen. a. Unterlegscheibe 2 (16), Feder (15) und Federsitz (14) am Steuerschieber (17) befestigen. 4KAC11Z b. Durch Hineindrücken des Federsitzes (14) die Feder (15) komprimieren und den Steuerschieber (17) von der Seite des Federsitzes(14) mit der großen Boh- rung zu der Seite mit der kleinen Bohrung schie-...
  • Seite 175 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU SCHAlTVENTIl 3. O-Ring (7) und Dichtung (8) auf den Stopfen (5) aufset- zen. 4KAC12Z 4. Die Schubstange (9) und den Stopfen (5) einbauen. • Die Schubstange mit Hydrauliköl schmieren. 4KAC14Z 4KAC13Z 5. Den Stopfen (5), den Steg (4) und das Gelenkstück ein- bauen.
  • Seite 176 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU SCHAlTVENTIl Den rotierenden Teil des Gelenkstücks und seine Kon- taktflächen mit der Scheibe und der Schubstange ein- fetten. 4KAC15Z 4-79...
  • Seite 177 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU SCHAlTVENTIl kontrolle und einstellung Überprüfen der teile Teile Kriterien Maßnahme O-Ring –– • Ersetzen Dichtung –– • Ersetzen Steuerschieber • Der Verschleiß der gleitenden Teile beträgt mindestens • Ersetzen 10 μm mehr als an den nicht gleitenden Teilen. • Kratzer auf den gleitenden Teilen • Ersetzen • Steuerschieber bewegt sich nicht reibungslos • Ersetzen Schubstange • Mehr als 1 mm Verschleiß am vorderen Ende...
  • Seite 178: Proportional-Magnetsteuerventil

    ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU pROpORTIONAl-MAGNETSTEUERVENTIl pRopoRtionAl-MAgnetSteueRVentil Aufbau 1. Proportional-Magnetsteuerventil 2. Steuerschieber 4-81...
  • Seite 179 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU pROpORTIONAl-MAGNETSTEUERVENTIl Zerlegung Die Pumpe in den unten beschriebenen Schritten zerlegen. Zum Wiederzusammenbau den Zerlegungsvorgang in um- gekehrter Reihenfolge durchführen. 1. Die Bolzen ausschrauben und das Proportional-Mag- netsteuerventil ausbauen. Schraube: 6,9 ±1 N·m 4KAD02Z 2. Den O-Ring vom Proportional-Magnetsteuerventil (1) entfernen.
  • Seite 180: Zylinder

    ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU zylINDER ZylindeR Aufbau Hubarmzylinder 16 15 24 26 18 19 20 29 12 30 1 13 9 14 10 22 21 7 8 2 3 4 6 27 11 4LAA01Z 1. Kolbendichtung 12. Kolben 23. Buchse 2. Stangendichtung 13.
  • Seite 181: Korrekturvorrichtung (E)

    ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU zylINDER Spezialwerkzeuge Maße: mm -0.25 Einbauvorrichtung (B) Anzahl: 1 Material: SS41 Hubarm 44,5 34,8 Schaufel 44,5 34,8 4LAA03Z Gleitvorrichtung (C) +0.5 Anzahl: 1 Material: STKM13c Schaufel 12,3 60,5 4LAA04Z Passvorrichtung (D) Anzahl: 1 Material: Nylon Schaufel 4LAA05Z Korrekturvorrichtung (E) Anzahl: 1 Material: STKM13c...
  • Seite 182 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU zylINDER Die Beschreibungen in diesem Kapitel beziehen sich vor- wiegend auf das Verfahren für den Löffelstielzylinder. Zu Zerlegung/Wiederzusammenbau der Zylinder siehe deren Einzelteildarstellung auf der vorhergehenden Seite. Zerlegung wiederzusammenbau der Zylinder 1. Um den Zylinder waagerecht zu halten den Bolzen des Zylinderrohrs mit einem Schraubstock sichern und das andere Ende auf einem Holzblock abstützen.
  • Seite 183 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU zylINDER 2. Den Kolben ausbauen. <Hubarm> a. Die Einstellschraube (1) entfernen. b. Kolben (2), Dichtungshalter (3) und dann den O-Ring ausbauen. 4LAA11Z <Schaufel> a. Die Einstellschraube (1) und die Kugel (6) entfernen. • Die Einstellschraube (1) ist an zwei Stellen ver- stemmt.
  • Seite 184 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU zylINDER Kolben <Hubarm> 1. Die Verschleißringe (10) vom Kolben (2) abnehmen und den Dichtungshalter (3) entfernen. • Den Verschleißring so weit öffnen, dass er sich vom Kolben löst, und in Richtung Welle herausziehen. 4LAA15Z <Schaufel> 1. Die Verschleißringe (10) und die Kolbendichtung (11) abnehmen. • Den Verschleißring so weit öffnen, dass er sich vom Kolben löst, und in Richtung Welle herausziehen.
  • Seite 185: Stangenabdeckung

    ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU zylINDER Stangenabdeckung 1. Die O-Ringe (20) und (21) von der Außenfläche der Stangeabdeckung und anschließend den Stützring (22) entfernen. 4LAA19Z 2. Die Stangendichtung ausbauen. a. Die Stangendichtung (23) ausbauen. b. Die Stützringe (24) und (25) entfernen. 4LAA20Z 3.
  • Seite 186 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU zylINDER 2. Die Buchse abmontieren. • Zum Ausbauen der Buchse eine Presse mit Stütz- vorrichtung (27) verwenden. 4LAA23Z Wiederzusammenbau Bolzen 1. Die Buchse (28) mit der Einbauvorrichtung (B) in die Kolbenstange und das Rohr presspassen. 4LAA24Z 2. Die Staubdichtung mit Hilfe der Stützvorrichtung (29) einbauen.
  • Seite 187 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU zylINDER 2. Die Staubdichtung (26) einsetzen. • Zum Einbauen einer Staubdichtung mit Metallau- ßenring die Stützvorrichtung (30) verwenden. 4LAA26Z 3. Den Stützring (22) und die O-Ringe (20) und (21) an- bringen. • Dabei darauf achten, dass die Einschnitte in den Stützringen richtig ausgerichtet sind.
  • Seite 188 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU zylINDER Kolben <Hubarm> 1. Die Stützringe (31) und (32) sowie den Anschlagring (33) auf dem Kolben (2) anbringen. 4LAA28Z 2. Die Verschleißringe (10) und den Dichtungshalter (3) auf den Kolben (2) aufsetzen. • Den Verschleißring so weit öffnen, dass er aus Richtung Welle auf den Kolben aufgesetzt werden kann.
  • Seite 189 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU zylINDER 3. Die Form des Gleitrings (35) mit der Korrekturvorrich- tung (E) korrigieren, da er beim Einbau gedehnt wur- 4LAA31Z 4. Den Verschleißring (10) anbringen. • Den Verschleißring (10) so weit öffnen, dass er aus Richtung Welle auf den Kolben aufgesetzt werden kann. 4LAA16Z Kolbenstangen-Baugruppe 1.
  • Seite 190 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU zylINDER b. Die Stangenabdeckung (7) fixieren, die Ringbiege- vorrichtung (9) in die Bohrung (F) des Halterings ein- stecken und den Ring (9) durch Drehen von Halte- ring (8) herein ziehen. • Darauf achten, dass die Ringbiegevorrichtung (9) nicht aus dem Loch im Haltering (8) heraus- rutscht.
  • Seite 191 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU zylINDER wiederzusammenbau der Zylinder 1. Das Rohr waagerecht absichern und die Kolbenstan- gen-Baugruppe in das Rohr einsetzen. • Dabei die Mitte der Kolbenstange mit der Mitte des Rohrs ausrichten. Die Baugruppe geradlinig einset- zen, damit die Dichtung nicht beschädigt wird. 4LAA35Z 2. Die Stangenabdeckung festziehen. Maße: N·m 190 bis Hubarmzylinder...
  • Seite 192 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU zylINDER kontrolle und einstellung Kontrolle nach der Zerlegung Die einzelnen Teile gründlich mit Öl reinigen und folgenden Kontrollen unterziehen. Nach der Zerlegung eines Zylinders müssen alle Dichtungen erneuert werden. 1. Kolbenstange • Eine rissige Kolbenstange muss ersetzt werden. • Bei Gewindeschäden an der Kolbenstange müssen diese repariert oder die Kolbenstange ersetzt wer- den.
  • Seite 193: Dichtheitsprüfung

    ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU zylINDER kontrolle nach dem Wiederzusammenbau Leerlaufprüfung 1. Den Zylinder im unbelasteten Zustand waagerecht auf- bauen. 2. Abwechselnd geringen Druck an die Öffnungen an bei- den Enden aufbringen und die Kolbenstange fünf- bis sechsmal ein- und ausfahren. 3. Sicherstellen, dass der Zylinder einwandfrei funktio- niert.
  • Seite 194: Fahrmotor

    ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU FAHRMOTOR fAHRMotoR Aufbau Hydraulikmotor 1/2 4MAA01Z 1. Öldichtung 11. Welle 2. O-Ring 12. Zylinderblock 3. O-Ring 13. Stopfen 4. O-Ring 14. Feder 5. O-Ring 15. Mittelscheibe 6. O-Ring 16. Reibscheibe 7. O-Ring 17. Bremskolben 8. Kugel 18. Taumelscheibe 9.
  • Seite 195 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU FAHRMOTOR Hydraulikmotor 2/2 4MAA02Z 20. Stift 27. O-Ring 21. Lager 28. Stift 22. Ventilscheibe 29. Stopfen 23. Stift 30. Kugel 24. Ventilgehäuse 31. Steuerschieber 25. Stopfen 32. Feder 26. Stopfen 33. Stopfen 4-98...
  • Seite 196: Untersetzungsgetriebe

    ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU FAHRMOTOR Untersetzungsgetriebe 4MAA03Z 1. Flanschhalter 11. Druckplatte 2. Gehäuse 12. Sprengring 3. Abdeckung 13. Unterlegscheibe 4. Träger 14. Lager 5. Sonnenrad 15. Nadellager 6. Sonnenrad 16. Innenring 7. Planetenrad 17. Nadellager 8. Planetenrad 18. Schwimmringdichtung 9. Ringmutter 19.
  • Seite 197 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU FAHRMOTOR Spezialwerkzeuge ø156 ø10 ø156 ø140.5 4MAA04Z 4-100...
  • Seite 198 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU FAHRMOTOR 56.3 25.5 22.4 40.5 4MAA05Z 4-101...
  • Seite 199 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU FAHRMOTOR RING GEAR HOHLRAD COURONNE DENTÉE 23.5 89.5 4MAA06Z Die im Abschnitt “Zerlegung und Wiederzusammenbau” dieses Handbuchs erwähnten Teile-Nummern entsprechen den in den Einzelteildarstellungen verwendeten Nummern. Die Arbeiten unter Bezugnahme auf die Einzelteildarstellun- gen durchführen. Zerlegung Untersetzungsgetriebe 1.
  • Seite 200 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU FAHRMOTOR 2. Die Schrauben entfernen und die Abdeckung (3) ent- fernen. • Falls schwer zu entfernen, die Abdeckung seitlich leicht mit dem Gummihammer beklopfen. 4MAA08Z 3. Die Schrauben entfernen und die Druckplatte (10) ent- fernen. 4MAA09Z 4. Das Sonnenrad (5), die Planetenräder (7) und den Trä- ger (4) ausbauen.
  • Seite 201 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU FAHRMOTOR Hydraulikmotor 1. Die Überwurfschrauben ausschrauben und das Ventil (24) ausbauen. 2. Die Stifte (20) und die Ventilscheibe (22) vom Ventil (24) abmontieren. 4MAA12Z 3. Die Federn (14) und die O-Ringe (2), (3) und (7) entfer- nen. 4MAA13Z 4.
  • Seite 202: Schwimmringdichtung

    ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU FAHRMOTOR 6. Die Zylinderblock-Baugruppe (12) ausbauen. wichtig: Darauf achten, dass die Gleitfläche nicht be- schädigt wird. 4MAA16Z 7. Die Welle (11) und die Taumelscheibe (18) entfernen. 4MAA17Z 8. Den Kolben (19) und die Kugeln (8) herausnehmen. 4MAA18Z Schwimmringdichtung 1.
  • Seite 203 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU FAHRMOTOR 2. Die Stopfen ausschrauben. 4MAA20Z 3. Die Ringmutter (9) entfernen. • Dazu Vorrichtung (C) verwenden. 4MAA21Z 4. Das Gehäuse (2) vom Flanschhalter (1) abnehmen. • Dazu Vorrichtung (D) verwenden. 5. Die Schwimmringdichtung (18) aus dem Gehäuse (2) des Flanschhalters (1) ausbauen. 4MAA22Z 4-106...
  • Seite 204 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU FAHRMOTOR Wiederzusammenbau Schwimmringdichtung 1. Die Schwimmringdichtung (18) ins Gehäuse (2) einbau- • Getriebeöl auf den O-Ring auftragen. 2. Die Führungsvorrichtung (E) anbringen. 4MAA23Z 3. Zum Einpassen der Schwimmringdichtung (18) mit der Vorrichtung (F) auf die Führungsvorrichtung (E) drü- cken. • Getriebeöl auf die Gleitfläche auftragen. wichtig: • Darauf achten, dass die Gleitfläche nicht beschädigt wird.
  • Seite 205 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU FAHRMOTOR 6. Die Führungsvorrichtung (G) mit Vorrichtung (H) pres- spassen und anschließend die Schwimmringdichtung (18) einbauen. • Getriebeöl auf die Gleitfläche auftragen. Kein Fett auftragen. wichtig: • Darauf achten, dass die Gleitfläche nicht beschädigt wird. • Die Schwimmringdichtung muss waagerecht einge- baut werden. 4MAA27Z 7. Das Gehäuse (2) auf dem Flanschhalter (1) anbringen. 4MAA28Z 8.
  • Seite 206 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU FAHRMOTOR 10. Die Stopfen einschrauben. Stopfen: 30 N·m 4MAA20Z 11. Die Innenringe (16) einbauen. • Die Innenringe mit der Vorrichtung (I) und einem Hammer einbauen. • Nach dem Einbau muss die Abmessung “X” zwi- schen 0 und 1 mm betragen. 4MAA30Z 4MAA31Z Hydraulikmotor...
  • Seite 207 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU FAHRMOTOR 4. Die Welle (11) und die Taumelscheibe (18) einbauen. • Hydrauliköl auf die Gleitfläche der Taumelscheibe auftragen. 4MAA17Z 5. Die Zylinderblock-Baugruppe (12) einbauen. • Dabei den Zahnkranz der Welle als Ausrichthilfe be- nutzen. 4MAA16Z 6. Die Mittelscheiben (15) und Reibscheiben (16) abwech- selnd einbauen. • Die Reibscheiben müssen mit dem Zahnkranz des Zylinderblocks in Eingriff sein.
  • Seite 208 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU FAHRMOTOR 8. Den Bremskolben (17) einbauen. • Hydrauliköl auf die Gleitfläche des Zylinderblocks auftragen. • Sicherstellen, dass die Öffnungen des Zylinder- blocks frei von Fremdkörpern sind. • Positionsstiftbohrung (A) 4MAA36Z 9. Die Federn (14) am Bremskolben (17) anbringen. 10.
  • Seite 209 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU FAHRMOTOR 14. Die Kugel (30) und die Stopfen (29) zusammenbauen. Stopfen: 60 N·m 4MAA39Z 4MAA38Z 15. Die Stopfen (25) anbringen. Stopfen: 35 N·m 4MAA40Z 16. Die Stopfen (25) einschrauben und anschließend den Steuerschieber (12) und die Feder (32) einbauen. Stopfen: 35 N·m 4MAA41Z 17.
  • Seite 210 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU FAHRMOTOR Untersetzungsgetriebe 1. Die Nadellager (17) und die Planetenräder (8) einbau- 4MAA43Z 2. Die Druckplatte (11) auflegen und festschrauben. Schraube: 20 N·m 4MAA11Z 3. Das Sonnenrad (6) einbauen. 4MAA44Z 4. Die Innenringe (19) auf dem Träger (4) anbringen. • Die Innenringe außen und innen mit Öl bestreichen. 4MAA45Z 4-113...
  • Seite 211 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU FAHRMOTOR 5. Die Planetenräder (7) und die Nadellager (15) auf dem Träger (4) anbringen und diesen dann auf dem Gehäu- se (2) montieren. 6. Das Sonnenrad (5) einbauen. 4MAA10Z 7. Die Tiefe “A” von der Gehäuse-Endfläche bis zum Hal- ter (Stift) messen. 4MAA47Z 4MAA46Z 8. Die Abmessung “B” der Abdeckung messen. 9.
  • Seite 212 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU FAHRMOTOR 11. Die Abdeckung aufsetzen und mit den Schrauben si- chern. Auf die Fläche der Abdeckung, auf der das Ge- häuse montiert wird, entweder Loctite Nr. 515 oder ThreeBond Nr. 1215 auftragen. Schraube: 16 N·m 4MAA08Z 12. Getriebeöl durch die Stopfenbohrung einfüllen und den Stopfen einschrauben.
  • Seite 213 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU FAHRMOTOR kontrolle und einstellung Verschleißgrenzen für teile Teile Stelle Kriterien Maßnahme Planetenrad Zahnflächen Kein ungewöhnlicher Verschleiß, Kratzer Ersetzen oder Abblättern der Zahnflächen Rollfläche der Nadellager Kein ungewöhnlicher Verschleiß, Kratzer Ersetzen oder Abblättern der Rollfläche Nadellager Oberfläche der Nadellager Kein ungewöhnlicher Verschleiß, Kratzer Ersetzen oder Abblättern der Oberfläche Gehäuse, Sonnen- Zahnflächen Kein ungewöhnlicher Verschleiß, Kratzer Ersetzen rad, Antriebsrad...
  • Seite 214: Klimaanlage

    ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU klIMAANlAGE kliMAAnlAge kompressor-baugruppe A: Abstand vorsehen. 1. Kompressor 8. Schlauch B: Den Lüfterantriebsriemen so einstellen, dass er ca. 8 mm nach- 2. Ventil 9. Schlauch gibt, wenn mittig zwischen Riemenscheibe und Kompressor 3. Halterung 10. Ventil eine Kraft von 98 N aufgebracht wird. 4.
  • Seite 215 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU klIMAANlAGE kühlerbaugruppe 4QAA02Z 1. Schlauch 6. Druckschalter 2. Schlauch 7. Kühler 3. Schlauch 8. Kabelbäume 4. Schlauch 9. Halterung 5. Sammler-Trockner 4-118...
  • Seite 216 ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU klIMAANlAGE klimaanlage 4QAA03Z A: Die Schraube zunächst so fest wie möglich mit der Hand fest- drehen und anschließen weitere dreieinhalb Drehungen mit dem Schraubenschlüssel. 1. Abdeckung 9. Steuerkabel 2. Abdeckung 10. Rohr 3. Abdeckung 11. Filterkasten 4. Halterung 12.
  • Seite 217: Aufbau Der Klimaanlage

    ZERLEGUNG UND WIEDERZUSAMMENBAU klIMAANlAGE Aufbau der klimaanlage 1. Verdampferkern 8. Adapter 2. Heizungskern 9. Filterkasten 3. Filter 10. Filter 4. Jalousie 11. Bedienfeld-Baugruppe 5. Gebläsemotor 12. Schalter 6. Thermostat 13. Schalter 7. Expansionsventil 14. Knopf 4-120...
  • Seite 218 feHleRSucHe Maschine insgesamt ..............................5-3 Überhaupt keine Funktion ............................5-3 Alle Systeme funktionieren, aber die Leistung ist zu gering..................5-6 Hubarm und Schaufel bewegen sich nicht oder zu langsam..................5-8 Fahrbetrieb ..................................5-9 Maschine fährt nicht..............................5-9 Die Fahrgeschwindigkeit der Maschine verringert sich rechts oder links und die Maschine schert in eine Richtung aus.
  • Seite 219 FEHLERSUcHE Der Abschnitt „Fehlersuche“ befasst sich vorwiegend mit der Fehlerdiagnose und entsprechenden Abhilfemaßnahmen für die Hydraulikanlage. Die Ursache des Problems kann anhand der Pfeile in dem Diagramm am Anfang jedes Abschnitts verfolgt werden. Hinweise zur fehlersuche und instandsetzung 1. Bevor Teile zerlegt werden, sollten folgende Punkte geklärt werden. a.
  • Seite 220: Maschine Insgesamt

    FEHLERSUcHE MASCHINE INSGESAMT MAScHine inSgeSAMt Überhaupt keine Funktion Nicht ausreichend Hydraulikölstand prüfen Hydrauliköl nachfüllen. Ausreichend • Hydraulikpumpe reparieren Defekt Hydraulikpumpe prüfen oder auswechseln. • Kupplung auswechseln. Normal Defekt Sicherung prüfen Sicherung erneuern. Normal Defekt Näherungsschalter prü- Näherungsschalter auswech- seln. Normal Magnetventil für Hebelverrie- Defekt Magnetventil für Hebel- gelung reparieren oder aus-...
  • Seite 221 FEHLERSUcHE MASCHINE INSGESAMT 1. Hydraulikölstand prüfen. Hydraulikölstand prüfen. “4. Zerlegung und Wiederzusammenbau, Hydrau- liköltank” Nur Öl derselben Marke nachfüllen. “2. Wartungsdaten, Kraftstoff und Schmiermittel” 2. Hydraulikpumpe prüfen. • Den Förderdruck der Pumpen P1 und P2 (HAST- Pumpen) prüfen. “2. Wartungsdaten, Leistungsbeurteilung” • Die Pumpen P3 und P4 (Zahnradpumpen) prüfen. a.
  • Seite 222 FEHLERSUcHE MASCHINE INSGESAMT 5. Magnetventil für Hebelverriegelung prüfen. Das Magnetventil für Hebelverriegelung am SUB-Ventil prüfen. a. Den Motor anlassen. b. Leicht auf den hervorstehenden Teil am Ende des Magnetventils drücken. c. Den Näherungsschalter durch Bewegen der Sicher- heitsstange betätigen. d. Das Magnetventil ist in Ordnung, wenn beim Bewe- gen des Steuerschiebers und Schalten des Schalt- kreises Vibration zu spüren ist.
  • Seite 223: Alle Systeme Funktionieren, Aber Die Leistung Ist Zu Gering

    FEHLERSUcHE MASCHINE INSGESAMT Alle Systeme funktionieren, aber die Leistung ist zu gering. Nicht ausreichend Hydraulikölstand prüfen Hydrauliköl nachfüllen. Ausreichend Geräuschentwicklung an Dichtungsband, O-Ring und Ansaugleitung defekt der Hydraulikpumpe Schlauch ersetzen. Nein Maßnahmen gegen Schaum- Schaumbildung im Tank bildung treffen. Verstopft Leitungsfilter prüfen Filtereinsatz ersetzen.
  • Seite 224 FEHLERSUcHE MASCHINE INSGESAMT 1. Hydraulikölstand prüfen. “4. Zerlegung und Wiederzusammenbau, Hydrau- liköltank” 2. Geräuschentwicklung an der Hydraulikpumpe. Das Geräusch ist wahrscheinlich auf Kavitation in der Pumpe aufgrund einer defekten Ansaugleitung zurück- zuführen. Folgendes prüfen. a. Hydrauliköl-Ansaugleitungen • Auf die verdächtigen Stellen Fett auftragen und auf Veränderungen beobachten (prüfen, ob Luft angesaugt wird).
  • Seite 225: Hubarm Und Schaufel Bewegen Sich Nicht Oder Zu Langsam

    FEHLERSUcHE MASCHINE INSGESAMT Hubarm und Schaufel bewegen sich nicht oder zu langsam. Defekt Hydraulikpumpe P3 prü- Hydraulikpumpe P3 reparie- ren oder auswechseln. Normal Defekt Hauptentspannungsventil Hauptentspannungsventil re- prüfen parieren oder auswechseln. Normal Reparieren oder auswech- Schaltventil defekt seln. 1. Hydraulikpumpe P3 prüfen. “5-4”...
  • Seite 226: Fahrbetrieb

    FEHLERSUcHE FAHRBETRIEB fAHRbetRieb Maschine fährt nicht. Defekt Schaltventil reparieren oder Schaltventil prüfen auswechseln. Normal Reparieren oder das Nieder- Druck zu niedrig Ladedruck prüfen druck-Entspannungsventil an der HST-Pumpe prüfen. Normal Normal Förderdruck HST- Motor reparieren oder aus- Fahrmotor defekt Pumpe prüfen wechseln.
  • Seite 227 FEHLERSUcHE FAHRBETRIEB 1. Schaltventil prüfen. Den Schaltventil-Sekundärdruck für den Fahrbetrieb messen. a. Den das Schaltventil und die HST-Pumpen (P1 und P2) verbindenden Schlauch an der Pumpe abtren- nen. b. Ein Manometer an dem oben abgetrennten Schlauch anbringen. c. Den Fahrhebel bedienen und dabei den Druck mes- sen.
  • Seite 228: Die Fahrgeschwindigkeit Der Maschine Verringert Sich Rechts Oder Links Und Die Maschine Schert In Eine Richtung Aus

    FEHLERSUcHE FAHRBETRIEB Die Fahrgeschwindigkeit der Maschine verringert sich rechts oder links und die Maschine schert in eine Richtung aus. Innerhalb des zuläs- Liegt der Ausscherwert sigen Bereichs Problem ergibt sich aus beim Prüfen der Rich- Maschine in Ordnung tungsstabilität innerhalb der Gerätekombination des zulässigen Bereichs? Außerhalb des zulässigen Bereichs...
  • Seite 229: Betriebstemperatur Des Fahrwerks Ist Zu Hoch

    FEHLERSUcHE FAHRBETRIEB Betriebstemperatur des Fahrwerks ist zu hoch. Nicht ausreichend Hydraulikölstand prüfen Hydrauliköl nachfüllen. Ausreichend • Ölkühler und Kühler reinigen. Defekt Ölkühler prüfen • Ölkühler reparieren oder aus- wechseln. Normal Hochdruck-Entspannungs- Defekt H o c h d r u c k - E n t s p a n - ventil reparieren oder aus- nungsventil prüfen wechseln.
  • Seite 230 FEHLERSUcHE FAHRBETRIEB 1. Hydraulikölstand prüfen. “4. Zerlegung und Wiederzusammenbau, Hydrau- liköltank” 2. ölkühler prüfen. Den Ansaugfilter auf Verstopfung prüfen. Prüfen, ob sich auf den Kühlrippen des Ölkühlers oder Kühlers viel Schmutz/Staub angesammelt hat. 3. Hochdruck-Entspannungsventil prüfen. “5-10” 4. Druck zum lösen der Feststellbremse prüfen. a.
  • Seite 231: Fahren Auf 2. Fahrstufe Nicht Möglich

    FEHLERSUcHE FAHRBETRIEB Fahren auf 2. Fahrstufe nicht möglich. Defekt Hydraulikpumpe P4 prü- Hydraulikpumpe P4 reparie- ren oder auswechseln. Normal Entspannungsventil Defekt Entspannungsventil Schaltventils reparieren oder Schaltventils prüfen auswechseln. Normal Defekt Schalter für 2. Fahrstufe Schalter für 2. Fahrstufe aus- prüfen wechseln.
  • Seite 232 FEHLERSUcHE FAHRBETRIEB 4. Magnetventil für 2. Fahrstufe prüfen. Das Magnetventil für die 2. Fahrstufe am SUB-Ventil prüfen. a. Den Motor anlassen. b. Leicht auf den hervorstehenden Teil am Ende des Magnetventils drücken. c. Schalter für 2. Fahrstufe einschalten. d. Das Magnetventil ist in Ordnung, wenn beim Bewe- gen des Steuerschiebers und Schalten des Schalt- kreises Vibration zu spüren ist.
  • Seite 233: Hubarm

    FEHLERSUcHE HUBARM HubARM Hubarmzylinder funktioniert nicht. Funktion von Stellgliedern außer den Hubarmzylin- der prüfen Normal Defekt Schaltventil reparieren oder Schaltventil prüfen auswechseln. Normal Defekt Betrieb des Steuerschie- Reparieren oder Gehäuse- bers prüfen baugruppe auswechseln. Normal Öffnungsentspannungs- Problem behoben Öffnungsentspannungs- Öffnungsentspannungsventil ventil auswechseln und ventil defekt reparieren oder auswechseln.
  • Seite 234 FEHLERSUcHE HUBARM 3. Betrieb des Steuerschiebers prüfen. a. Einen der am Hubarm-Block des Steuerventils an- geschlossenen Schläuche abtrennen. b. Das Manometer am Hubarm-Block anbringen. c. Den Hebel (Hubarm) bedienen und dabei den Druck messen. • Der Steuerschieber ist in Ordnung, wenn der Messwert innerhalb des zulässigen Bereichs liegt.
  • Seite 235: Hubarmzylinder Langsam Oder Unzureichende Leistung

    FEHLERSUcHE HUBARM Hubarmzylinder langsam oder unzureichende Leistung Liegt die Geschwindig- Innerhalb des zulässigen Bereichs keit des Hubarmzylinders Normal innerhalb des zulässigen Bereichs? Außerhalb des zulässigen Bereichs Defekt Schaltventil reparieren oder Schaltventil prüfen auswechseln. Normal Defekt Betrieb des Steuerschie- Reparieren oder Gehäuse- bers prüfen baugruppe auswechseln.
  • Seite 236 FEHLERSUcHE HUBARM 6. Auf Undichtheiten im Inneren des Hubarmzylinders prüfen. a. Die Schaufel nach vorn kippen (ca. 10° aus der Ho- rizontalen) und auf den Boden absenken, so dass die Spitze den Boden berührt. b. Den rechten und linken Zylinder getrennt untersu- chen. Den an den diesmal nicht geprüften Zylinder angeschlossenen Schlauch abtrennen und mit ei- nem Stopfen verschließen.
  • Seite 237: Wenn Langsam Am Bedienhebel Gezogen Wird, Sinkt Der Hubarm Kurzzeitig Ab

    FEHLERSUcHE HUBARM Wenn langsam am Bedienhebel gezogen wird, sinkt der Hubarm kurzzeitig ab. Ladedruckrückschlag- Defekt Reparieren oder Gehäuse- ventil Steuerventil baugruppe auswechseln. prüfen Normal Auf Undichtheiten im In- Defekt Hubarmzylinder reparieren neren des Hubarmzylin- oder auswechseln. ders prüfen 1. ladedruckrückschlagventil am Steuerventil prü- fen.
  • Seite 238: Abfall Des Hubarms Aufgrund Seiner Eigenlast Ist Zu Groß

    FEHLERSUcHE HUBARM Abfall des Hubarms aufgrund seiner Eigenlast ist zu groß. Liegt der Abfall des Hu- Innerhalb des zulässigen Bereichs barms durch Eigenlast Normal innerhalb des zulässigen Bereichs? Außerhalb des zulässigen Bereichs Auf Undichtheiten im In- Defekt Hubarmzylinder reparieren neren des Hubarmzylin- oder auswechseln.
  • Seite 239: Schaufel

    FEHLERSUcHE SCHAUFEl ScHAufel Schaufelzylinder funktioniert nicht. Funktion von Stellgliedern außer den Schaufelzylin- dern prüfen Normal Defekt Schaltventil reparieren oder Schaltventil prüfen auswechseln. Normal Defekt Betrieb des Steuerschie- Reparieren oder Gehäuse- bers prüfen baugruppe auswechseln. Normal Öffnungsentspannungs- Problem behoben Öffnungsentspannungs- Öffnungsentspannungsventil ventil auswechseln und ventil defekt reparieren oder auswechseln.
  • Seite 240 FEHLERSUcHE SCHAUFEl 3. Betrieb des Steuerschiebers prüfen. a. Einen der am Schaufel-Block des Steuerventils an- geschlossenen Schläuche abtrennen. b. Das Manometer am Schaufel-Block anbringen. c. Den Hebel (Schaufel) bedienen und dabei den Druck messen. • Der Steuerschieber ist in Ordnung, wenn der Messwert innerhalb des zulässigen Bereichs liegt.
  • Seite 241: Schaufelzylinder Langsam Oder Unzureichende Leistung

    FEHLERSUcHE SCHAUFEl Schaufelzylinder langsam oder unzureichende Leistung. Liegt die Geschwindigkeit Innerhalb des zulässigen Bereichs des Schaufelzylinders in- Normal nerhalb des zulässigen Bereichs? Außerhalb des zulässigen Bereichs Defekt Schaltventil reparieren oder Schaltventil prüfen auswechseln. Normal Defekt Betrieb des Steuerschie- Reparieren oder Gehäuse- bers prüfen baugruppe auswechseln.
  • Seite 242 FEHLERSUcHE SCHAUFEl 1. Liegt die Geschwindigkeit des Schaufelzylinders innerhalb des zulässigen Bereichs? “2. Wartungsdaten, Leistungsbeurteilung” 2. Schaltventil prüfen. “5-22” 3. Betrieb des Steuerschiebers prüfen. “5-23” 4. öffnungsentspannungsventil auswechseln und er- neut testen. “5-23” 5. Auf Undichtheiten im Inneren des Schaufelzylin- ders prüfen.
  • Seite 243: Abfall Der Schaufel Aufgrund Ihrer Eigenlast Ist Zu Groß

    FEHLERSUcHE SCHAUFEl Abfall der Schaufel aufgrund ihrer Eigenlast ist zu groß. Liegt Abfall Innerhalb des zulässigen Bereichs Schaufel durch Eigenlast Normal innerhalb des zulässigen Bereichs? Außerhalb des zulässigen Bereichs Auf Undichtheiten im In- Defekt Schaufelzylinder reparieren neren des Schaufelzylin- oder auswechseln. ders prüfen Normal Auf Undichtheit im Inneren...
  • Seite 244: Hilfshydraulik

    FEHLERSUcHE HIlFSHyDRAUlIk HilfSHydRAulik Proportionalsteuerung nicht möglich Funktion von Stellgliedern außer den in den Hilfslei- tungen prüfen Normal Defekt Proportionalsteuerung Reparieren oder ersetzen. prüfen Defekt Proportional-Magnetventil Proportional-Magnetventil re- prüfen parieren oder auswechseln. Defekt Betrieb des Steuerschie- Steuerventil reparieren oder bers prüfen auswechseln.
  • Seite 245: Hst-Pumpe

    FEHLERSUcHE HST-pUMpE HSt-puMpe “4. Zerlegung und Wiederzusammenbau, HST-Pumpe” HSt-System Symptom Mögliche Ursachen Abhilfe Neutralstellung schwer • Schaltventil defekt • Reparieren oder auswechseln. oder unmöglich herzu- • Neutralstellung der HST-Pumpe falsch • Neutralstellung der HST-Pumpe neu einstel- stellen eingestellt len. Falls nicht möglich, HST-Pumpe auswech- seln. • Drehmoment des Servo-Kolbens falsch • Das Drehmoment des Servo-Kolbens neu eingestellt einstellen.
  • Seite 246 FEHLERSUcHE HyDRAUlIkpUMpE Hydraulikpumpe Symptom Mögliche Ursachen Abhilfe Starke Geräuschentwick- • Ansaugschlauch gequetscht oder An- • Schmutz entfernen und Schlauch freilegen lung, ungewöhnliche Ge- saugfilter verstopft räusche • Lufteintritt durch lockere Verschrau- • Verschraubungen festziehen. bung auf der Ansaugseite • Kavitation augrund zu hoher Viskosität • Hydrauliköl der passenden Viskosität einfüllen. des Hydrauliköls • Pumpe und Motor nicht richtig zen- • Erneut zentrieren.
  • Seite 247: Zahnradpumpe

    FEHLERSUcHE zAHNRADpUMpE ZAHnRAdpuMpe “4. Zerlegung und Wiederzusammenbau, Zahnrad- pumpe” Symptom Mögliche Ursachen Abhilfe Pumpe fördert nicht • Drehrichtung falsch • Drehrichtung korrigieren • Ölstand im Hydrauliktank zu niedrig • Bis zum vorgeschriebenen Stand Öl nachfül- len. • Ansaugleitung oder –filter verstopft • Leitung reinigen. • Viskosität des Hydrauliköls zu hoch • Hydrauliköl der passenden Viskosität einfüllen. • Motordrehzahl zu niedrig • Auf Nenndrehzahl betreiben.
  • Seite 248: Soupape Desteuerventil

    FEHLERSUcHE SOUpApE DESTEUERVENTIl SoupApe deSteueRVentil “4. Zerlegung und Wiederzusammenbau, Steuerventil” Störungen sind in der folgenden Tabelle einzeln aufgeführt, obwohl die Ursachen in der Praxis meistens eine Kombination mehrerer Faktoren darstellen. Es sollte deshalb versucht werden, jeweils eine Ursache zu untersuchen und zu beheben. Symptom Mögliche Ursachen Abhilfe...
  • Seite 249 FEHLERSUcHE SOUpApE DESTEUERVENTIl Symptom Mögliche Ursachen Abhilfe Neutralstellung des Steu- • Manchmal treten große Mengen Öl im • Den Zylinder halten und prüfen, ob er durch erschiebers wird nicht Inneren des Zylinders aus Eigenlast absinkt. Falls der Zylinder defekt ist, beibehalten (Zylinder sinkt zerlegen und reparieren.
  • Seite 250: Sub-Ventil

    FEHLERSUcHE SUB-VENTIl Sub-Ventil “4. Zerlegung und Wiederzusammenbau, SUB-Ventil” Symptom Mögliche Ursachen Abhilfe Magnetventil funktioniert nicht • Kurzschluss oder schadhafte Leitung • Auswechseln. • Kurzschluss oder schadhafte Leitung in • Auswechseln. der Spulen-Baugruppe • Fremdkörper im Steuerschieber einge- • Überholen und reparieren oder klemmt. auswechseln. • Auf dem Gleitteil am Außenumfang des • Überholen und reparieren oder Steuerschiebers werden Kratzer er- auswechseln.
  • Seite 251: Niveauausgleichventil

    FEHLERSUcHE NIVEAUAUSGlEICHVENTIl niVeAuAuSgleicHVentil “4. Zerlegung und Wiederzusammenbau, Niveauausgleichventil” Symptom Mögliche Ursachen Abhilfe Niveauausgleich funktioniert • Bewegung nicht glatt, weil im Steuerschie- • Zerlegen, reinigen, reparieren oder aus- nicht ber des Volumenstromteilventils Fremdkör- wechseln. per eingeklemmt sind • Steuerschieber des Volumenstromteilventils • Zerlegen und berichtigen. in der falschen Richtung eingebaut • Feder des Volumenstromteilventils gebro- • Auswechseln.
  • Seite 252: Schaltventil

    FEHLERSUcHE SCHAlTVENTIl ScHAltVentil “4. Zerlegung und Wiederzusammenbau, Schaltventil” Symptom Mögliche Ursachen Abhilfe Sekundärdruck zu niedrig • Unzureichender Primärdruck • Ausreichend Primärdruck beibehalten. • Feder gebrochen oder verschlissen • Auswechseln. • Zu großer Abstand zwischen Steuer- • Steuerschieber und Gehäuse-Baugruppe aus- schieber und Gehäuse wechseln. • Handrad hat zu viel Spiel • Zerlegen und wieder zusammenbauen oder auswechseln.
  • Seite 253: Proportional-Magnetsteuerventil

    FEHLERSUcHE pROpORTIONAl-MAGNETSTEUERVENTIl pRopoRtionAl-MAgnetSteueRVentil “4. Zerlegung und Wiederzusammenbau, Proportional-Magnetsteuerventil” Symptom Mögliche Ursachen Abhilfe Magnetventil funktioniert nicht • Kurzschluss oder schadhafte Leitung • Auswechseln. • Kurzschluss oder schadhafte Leitung in • Auswechseln. der Spulen-Baugruppe • Fremdkörper im Steuerschieber ver- • Überholen und reparieren oder aus- klemmt wechseln.
  • Seite 254: Zylinder

    FEHLERSUcHE zylINDER ZylindeR “4. Zerlegung und Wiederzusammenbau, Zylinder” Symptom Mögliche Ursachen Abhilfe Austreten von Öl aus dem Kolbenstan- • Fremdkörper in der Stangendich- • Fremdkörper entfernen. gen-Gleitteil (ringförmiger Ölfleck auf der tung oder Staubdichtung ver- Oberfläche; dieser “Ölring“ wächst und klemmt beginnt zu tropfen) • Dichtungslippe an der Stangendich- • Defekte Teile erneuern.
  • Seite 255: Fahrmotor

    FEHLERSUcHE FAHRMOTOR fAHRMotoR “4. Zerlegung und Wiederzusammenbau, Fahrmotor” Hydraulikmotor Symptom Mögliche Ursachen Abhilfe Motor startet nicht • Einrichtungen außer Motor und Unterset- • Prüfen, ob der vorgeschriebene Druck an zungsgetriebe funktionieren nicht normal der Einlassöffnung anliegt, dann gestörte Einrichtungen reparieren • Übermäßiger Verschleiß der gleitenden Teile • Verschlissene Teile erneuern.
  • Seite 256 FEHLERSUcHE FAHRMOTOR feststellbremse Symptom Mögliche Ursachen Abhilfe Bremskraft unzureichend • Gesamtstärke der 3 Reibscheiben und 4 Mit- • Scheiben auswechseln. oder nicht gleichmäßig telscheiben beträgt 13,5 mm oder weniger • Scheibenoberflächen verkratzt • Reparieren oder auswechseln. • Feder beschädigt • Feder auswechseln. • Schraube für manuelles Lösen der Feststell- • Schraube für manuelles Lösen der Fest- bremse ist eingeschraubt stellbremse ausschrauben und Stopfen anbringen.
  • Seite 257 FEHLERSUcHE FAHRMOTOR 5-40...
  • Seite 258: Klimaanlage

    Klimaanlage Verfahren zur Fehlersuche und Wartung • Fehlersuche-Übersicht • Zum Verständnis der Systemfunktion • Fehlersuche-Beispiel • Installation des Vielzweck-Maßlehrensatzes • Fehlersuche mithilfe der Messwerte des Vielzweck-Maßlehren- satzes • Übersicht über die häufigsten Problembereiche • Abschluss Kann ein Klimaanlagen- oder Heizungssystem repariert werden, ohne dass das Problem erkannt und seine Ursache beseitigt wird? Aber sicher! Es geschieht jeden Tag und es ist kei- neswegs gut für’s Geschäft. Hier ist ein Beispiel. Ein LKW biegt von der Straße ein und der Fahrer bittet darum, seinen Wagen so schnell wie möglich zu warten. Er erzählt, dass die Klimaanlage nicht so kühlt, wie sie es eigentlich sollte, und geht zum Mittagessen in das nahe gelegene Restaurant.
  • Seite 259: Der Schlüssel - Kenntnis Der Systemfunktion

    Verfahren zur Fehlersuche und Wartung Erfahrene Fehlersucher sprechen wenn möglich mit dem Bediener und überzeugen sich schließlich selbst von den Symptomen des Problems, soweit das möglich ist. Sie versuchen, auf der Grundlage ihres Wissens über allgemeine Systemprobleme und Problemursachen wenn angebracht schnelle Abhilfemaßnahmen zu treffen. Sie wis- sen, wo sich die Komponenten befinden, und führen eine Reparatur durch, wenn sie darauf gekommen sind, was das Problem darstellt. Sie beseitigen die Problemursache oder die Problemursachen sowie das Problem selbst. Sie verlassen sich auf ihr Wissen und auf ihre Fähigkeiten. Hinweis: Die besten Fehlersucher wissen alle, an wen sie sich wenden können, wenn sie einmal nicht mehr weiter wissen.
  • Seite 260: Kenntnis Der Systemfunktion

    Kenntnis der Systemfunktion Beim Einschalten der Klimaanlage über das Bedienfeld (1) sollte das Thermostat (2) eine war- me Temperatur am Verdampfer erkennen. Ein Schaltkreis im Thermostat sollte sich schließen und ermöglichen, dass der Strom durch das Thermostat zur Kompressorkupplungserregerspu- le (3) fließt. Wenn dies geschieht, wird die Kupplungserregerspule zu einem Elektromagneten und zieht die Kupplungsantriebsplatte (4) fest gegen die Kupplungslaufrolle (5). Hinweis: Der gleiche Klimaanlagenschalter (1) schaltet u. U. auch den Venti- lator- oder Gebläsemotor (2a) ein, damit die Luft in der Führerkabine zirkuliert. Zuerst fühlt sich die Luft warm an, aber sie kühlt sich schnell Die Kupplungslaufrolle wird durch einen Riemen an der Antriebslaufrolle (6) am Motor angeschlossen. Der Motor liefert die Leistung, um bei eingegriffener Kupplung die Kupp- lungslaufrolle zu drehen und den Kompressor (7) anzutreiben. Beim Betrieb komprimiert der Kompressor das Külmittelgas und drückt es durch den Empfänger-Trockner (9) zum Kon- densator (8) und zur Öffnung des Expansionsventils (10). Dabei wird ein großer Druck auf...
  • Seite 261 Verfahren zur Fehlersuche und Wartung Verwenden Sie Ihre Kenntnisse und Ihre Erfahrung. Fragen Sie sich selbst, was eine mangelnde Kühlung bei diesem Wagen hervorgerufen haben könnte! Ist der Kompressor-Antriebsriemen gebrochen? Hat ein Druckschalter oder ein Ablassventil den Kompressor unterbrochen, weil im System ein zu hoher oder zu niedriger Druck vorlag? Stellt sich der Schalter oder das Ventil in der vorliegenden Systemfertigung von selbst zurück? Ist vielleicht ein Überhitzungsschalter oder ein Hitzebegrenzungsschalter mit geschmolze- ner Sicherung vorhanden? Hat jemand anderes das System vor kurzem gewartet und zu viel Kühlmittel eingefüllt? Liegen eventuell Verunreinigungen im System vor, die das Expansionsventil (den Expansions- schlauch) blockieren? Falls eine Leckage vorliegt, warum und wie ist das Kühlmittel aus dem System gelangt? Sie wissen: wenn Kühlmittel aus dem System ausdringen kann, können auch Luft und Feuch- tigkeit eindringen, insbesondere wenn sich die Leckage an der Absaugseite des Systems befindet. Wird der Kühlmittelfluss vielleicht aufgrund eines Knicks in einer der Hochdruckleitungen eingeschränkt? Aufgrund Ihrer Kenntnisse und Ihrer Erfahrungen kennen Sie diese und andere Möglichkeiten bereits, wenn Sie mit dem Fahrzeuglenker sprechen (bevor er sich verabschieden kann). Die richtige Art der Fragestellung kann die Fehlersuche und Ihre Wartungsarbeiten beschleunigen, indem das bzw. die zu behebende(n) Problem(e) direkt angegangen werden. Ihr Gespräch mit dem Fahr- zeuglenker sieht vielleicht folgendermaßen aus: •...
  • Seite 262 Beispiel für die Fehlersuche • Hatten Sie in den vergangenen Monaten andere Wartungsproble- Antwort: Nein. • (Falls die Antwort “Ja” lautete, sollten Sie weiterfragen: “Wann? Wo? Was wurde repariert oder ausgetauscht?”). • Fragen Sie den Fahrzeuglenker schließlich, ob er oder sie ein Verkabelungsschema für das System besitzt.
  • Seite 263: Installation Des Vielzweck-Maßlehrensatzes

    Verfahren zur Fehlersuche und Wartung Falls durch die Sichtprüfung, die elektrische Prüfung und die Überprüfung auf Lecka- gen beim Klimaanlagen- und Heizungssystem keine Probleme erkannt werden, kann Zeit gespart werden, indem der Vielzweck-Maßlehrensatz vor der Durchführung der Leistungsprüfung angeschlossen wird. Wenn eine Leckage erkannt und durch das An- ziehen einer Verbindung behoben wird, ist dies zu tun. Wenn allerdings zu viel Kühl- mittel ausgetreten ist, muss dem System zugunsten einer wirksamen Leistungsprüfung u. U. etwas Kühlmittel hinzugefügt werden. Nach der Erklärung der Installation des Vielzweck-Maßlehrensatzes und des Hinzufügens von Kühlmittel wenden wir uns de- taillierter der Fehlersuche unter Verwendung der Maßlehren zu. Installation des Vielzweck-Maßlehrensatzes Den Maßlehrensatz niemals anschließen, wenn der Motor ACHTUNG oder die Klimaanlage läuft. Sicherstellen, dass alle Ventile am Vielzwecksatz vollständig geschlossen sind (die Ventile im Uhrzeigersinn drehen). Die Schlauchanschlüsse am Vielz- wecksatz auf festen Anzug überprüfen. Die Wartungspassen der Niedrig- und Hochdruckseite des Systems lokalisieren und deren Schutzkappen abnehmen. Den Vielzweck-Maßlehrensatz an einer geeigneten Stelle positionieren oder aufhängen. Abbildung 8-2 stellt ein gutes Beispiel für den...
  • Seite 264: Luftablassen Aus Den Schläuchen Des Maßlehrensatzes

    Installation des Vielzweck-Maßlehrensatzes 1. Luftablassen aus den Schläuchen des Maßlehrensatzes Umweltgesetze machen es erforderlich, dass alle Wartungsschläuche über ein A usschalt- ventil in einer Entfernung von 30,5 cm (12 Zoll) vom Wartungsende verfügen. Diese Ventile sind erforderlich um sicherzustellen, dass nur eine minimale Menge Kühlmittels in die Atmosphäre gelangt. R-12-Maßlehrensatz-Schläuche besitzen an den Enden aller dreier Schläuche ein Ventil. R-134a-Maßlehrensätze verfügen an den Hochdruck- und Niedrigdruckseiten über ein kombiniertes Schnellabtrenn- und Ausschaltventil. Auch der Nutz (Center)-Schlauch muss mit einem Ventil ausgestattet sein. Die anfängliche Entlüftung wird am Besten dann durchgeführt, wenn das Gerät zur Wiederherstellung oder zum Hochfahren angeschlossen wird. Abbildung 8-3 stellt die Anschlüsse des Maßlehrensatzes für das Ablassen der Luft und die Wiederherstellung der Kühlung dar. NIEDRIGDRUCKSEITE HOCHDRUCKSEITE Abbildung 8-3 Hier werden die Luftablass- Einrichtung für den Vielz- weck-Maßlehrensatz und die Kompressorwartungsventile dargestellt. VOM VERDAMPFER WIEDERHERSTELLUNGSSTATION ZUM KONDENSATOR AUSSCHALTVENTIL UM 1 1/2 DREHUNGEN ÖFFNEN (BEI AUSSTATTUNG MIT SPINDEL-WARTUNGSVENTILEN).
  • Seite 265 Verfahren zur Fehlersuche und Wartung MASSLEHRE MASSLEHRE NIEDRIGDRUCKSEITE Abbildung 8-4 HOCHDRUCKSEITE In diesem Schaubild haben NIEDRIGDRUCKEITE: HOCHDRUCKSEITE: wir dargestellt, wie der ZEIGERVENTILE ZEIGERVENTILE Klimaanlage Kühlmittel GESCHLOSSEN HALTEN. GESCHLOSSEN HALTEN. hinzugefügt wird. AUSSCHALTVENTIL GEÖFFNET SCHLAUCH NIEDRIGDRUCKSEITE (VOM VERDAMPFER) SCHLAUCH HOCHDRUCKSEITE (ZUM KONDENSATOR) SPINDELVENTIL- TANKVENTIL MITTENPOSITION GEÖFFNET (FALLS VERWENDET) KÜHLMITTELTANK KOMPRESSOR Vor dem Hinzufügen von Kühlmittel in das System sollte das Sichtglas bei laufen-...
  • Seite 266: Stabilisierung Des Klimaanlagensystems

    Installation des Vielzweck-Maßlehrensatzes 3. Kühlmittel hinzufügen, bis die Maßlehren Messwerte im normalen Bereich aufweisen und das Sichtglas klar erscheint. Das Sichtglas ist u. U. direkt vor oder nach dem Ein- und Ausschalten der Kupplung für einen Moment nicht klar, aber sollte im Allgemeinen klar sein. Die Messwerte der Maß- lehren verändern sich bei Ein- und Ausschaltung des Kompressors. Hinweis: Der Druck im Inneren des Klimaanlagensystems verändert sich mit der Umgebungstemperatur. Der normale Druckbereich wird wie folgt definiert: Niedrigdruckseite 103,4-206,8 kPa (15-30 PSIG) Hochdruckseite 1034-1931 kPa (150-280 PSIG) Falls statt R-12 das Kühlmittel R-134a verwendet wird, fallen die Messwerte an der Hochdruckseite um etwa 138 kPa (20 PSI) höher aus. Aus diesem Grund empfehlen zahlreiche Techniker eine Erhö- hung der Kondensatorleistung, wenn das System an das neue Kühl- mittel R-134a angepasst wird. Falls die Maßlehren beim Hinzufügen des Kühlmittels irgendeinen ACHTUNG anormal hohen oder niedrigen Druck anzeigen, sofort stoppen und die mögliche Ursache dafür suchen. Niemals mehr als 450 g (1 Pfund) Kühlmittel hinzufügen. Falls das System so wenig Kühlmit- tel enthält, dass mehr als die genannte Menge hinzugefügt werden muss, sollte gestoppt und erneut nach Leckagen gesucht werden.
  • Seite 267: Fehlersuche Mithilfe Der Messwerte Des Vielzweck-Maßlehrensatzes

    Verfahren zur Fehlersuche und Wartung Den Motor starten und auf einen schnellen Leerlauf von 1200 bis 1500 U/min einstellen. Die Klimaanlage einschalten. Nach einer kurzen Leistungsprüfung der Steuerungsfunktionen, der Gebläsegeschwindigkeiten und des Luftstroms im Inneren der Führerkabine die Klimaanlagensteuerungen auf eine maximale Kühlung und die Gebläsegeschwindigkeit auf Hoch einstellen. Sämtliche Fenster und Türen müssen geschlossen sein. Falls die Führerkabinen-Temperatur heiß ist (der Wagen stand mit geschlossenen Fenstern in der Sonne), die Fenster für etwa eine Minute öffnen, um die heiße Luft nach außen zu lassen. Den Motor und die Klimaanlage für etwa fünf Minuten laufen lassen, damit sich das System...
  • Seite 268: Messwerte Des Vielzweck-Maßlehrensatzes

    Messwerte des Vielzweck-Maßlehrensatzes Reparaturverfahren: Mit dem Leckage-Detektor nach Leckagen suchen. Falls eine Leckage an einem Anschluss festgestellt wird, den Anschluss anziehen und anschließend je nach Erfordernis Kühlmittel nachfüllen. Falls eine Komponente oder eine Leitung eine Leckage aufweist (beschädigt ist), das gesamte Kühlmittel aus dem System ablassen. Das beschädigte Teil austauschen und anschließend den Ölstand des Kompressors überprüfen und fehlendes Öl nachfüllen. Das System ent- lüften und erneut mit Kühlmittel befüllen, und schließlich den Betrieb und die Leistung der Klimaanlage überprüfen.
  • Seite 269: Luft Und/Oder Feuchtigkeit Im System

    Verfahren zur Fehlersuche und Wartung Nach der Erkennung einer Leckage das gesamte Kühlmit- tel aus dem System ablassen und die Leckage beheben. Den Kompressor überprüfen und das eventuell durch die Leckage verloren gegangene Kühlmittelöl ersetzen. Das System entlüften und erneut mit Kühlmittel befüllen, und schließlich den Betrieb und die Leistung der Klimaanlage überprüfen. Abbildung 8-7 Luft und/oder Feuchtigkeit im System Maßlehren-Messwert: Luft und/oder Feuchtigkeit im System NIEDRIGDRUCKSEITE NORMAL HOCHDRUCKSEITE NORMAL Das Sichtglas ist klar oder zeigt Ölschlieren an. Die Luft Tipp: von den Ventilatoren in der Führerkabine ist nicht wirklich...
  • Seite 270: Übermäßig Viel Luft Und/Oder Feuchtigkeit Im System

    Messwerte des Vielzweck-Maßlehrensatzes Abbildung 8-8 Übermäßig viel Luft und/oder Feuchtigkeit im System Maßlehren-Messwert: über- mäßig viel Luft und/oder Feuchtigkeit im System NIEDRIGDRUCKSEITE HOCH HOCHDRUCKSEITE HOCH Im Sichtglas tauchen gelegentlich Blasen auf. Die Luft von Tipp: den Ventilatoren in der Führerkabine kühlt nur ein wenig. Das System enthält übermäßig viel Luft und/oder Feuch- Ursache: tigkeit. Reparaturverfahren: Auf Leckagen überprüfen, das Kühlmittel aus dem System ablassen und die Leckage beseitigen. Je nach Art des Systems den Empfänger-Trockner oder Akkumulator austauschen. Der Trockenstoff ist mit Feuchtigkeit vollgesogen. Den Kompressor überprüfen und das eventuell durch die Lecka- ge verloren gegangene Kompressoröl ersetzen. Das System entlüften und erneut mit Kühlmittel befüllen, und schließlich den Betrieb und die Leistung der Klimaanlage überprüfen.
  • Seite 271 Verfahren zur Fehlersuche und Wartung Eine Fehlfunktion des Expansionsventils könnte darauf Ursache: hinweisen, dass das Ventil in der geschlossenen Stellung eingerastet ist, dass das Filtersieb verstopft ist (Block-Ex- pansionsventile verfügen über keinerlei Filtersieb), dass Feuchtigkeit im Inneren des Systems an der Öffnung des Expansionsventils festgefroren ist oder dass der Sensorkol- ben nicht funktioniert. Bei Fahrzeugen mit zugänglichem TXV und Sensorkolben die folgende Prüfung durchführen. Falls nicht zugänglich, bitte mit dem Abschnitt Reparatur- verfahren fortfahren. 1. Die Trennwand und den Ventilkörper mit der Hand oder Test: vorsichtig mit einer Wärmepistole anwärmen. Das Sys- tem aktivieren und beobachten, ob die Niedrigdruck- Maßlehre ansteigt.
  • Seite 272 Messwerte des Vielzweck-Maßlehrensatzes Hinweis: Falls die Überprüfung des Expansionsventils nicht dazu geführt hat, dass die Nadel der Niedrigdruck-Maßlehre ansteigt und wieder fällt, und falls auch die anderen beschriebenen Verfahren keine Beseitigung des Problems bewirkt haben, ist das Expansi- onsventil defekt. Das gesamte Kühlmittel muss erneut aus dem System abgelassen und das Expansionsventil und der Empfän- ger-Trockner ausgetauscht werden. Das System entlüften und erneut mit Kühlmittel befüllen, und schließlich den Betrieb und die Leistung der Klimaanlage überprüfen. Abbildung 8-10 Expansionsventil (TXV) geöffnet Maßlehren-Messwert: Expansionsventil (TXV) geöffnet NIEDRIGDRUCKSEITE HOCH HOCHDRUCKSEITE NORMAL Die Luft von den Ventilatoren in der Führerkabine ist warm Tipp: oder kühlt nur ein wenig.
  • Seite 273: Hochdruckseitenverengung Des Systems

    Verfahren zur Fehlersuche und Wartung 3. Falls die Anzeige der Niedrigdruck-Maßlehre erneut fällt, ist das Ventil nicht blockiert.Die Oberfläche des Verdampferauslasses sowie die Kapillarspule oder den Kapillarkolben reinigen. Sicherstellen, dass die Spule bzw. der Kolben sicher am Verdampfer-Auslassrohr befestigt und mit Isolierungsmaterial bedeckt ist. Das System betreiben und die Leistung überprüfen.
  • Seite 274 Messwerte des Vielzweck-Maßlehrensatzes Reparaturverfahren: Nachdem die defekte Komponente lokalisiert wurde, die die Verengung enthält, das gesamte Kühlmittel ablassen. Die defekte Komponente und den Empfänger-Trockner austauschen. Das System entlüften und erneut mit Kühlmit- tel befüllen, und schließlich den Betrieb und die Leistung der Klimaanlage überprüfen. Kompressorfehlfunktion Abbildung 8-12 Maßlehren-Messwert: Kompressorfehlfunktion NIEDRIGDRUCKSEITE HOCH HOCHDRUCKSEITE NIEDRIG Der Kompressor ist während des Betriebs u. U. recht laut. Tipp: Defekte Kontaktzungenventile oder andere defekte Kom- Ursache: pressorkomponenten. Falls der Kompreesor nicht laut ist, kann ein verschlissener oder gelöster Kompressorkupp-...
  • Seite 275: Fehlfunktion Des Kondensators Oder Systemüberlastung

    Verfahren zur Fehlersuche und Wartung Falls Trockenstoff-Teile im Kompressor gefunden werden, den Kompressor und den Empfänger-Trockner ausbauen und austauschen. Davor allerdings die anderen Systemkom- ponenten (außer dem Expansionsventil) unter Verwendung eines Spülsatzes durchspülen. Falls Kolbenstangenventile vorhanden sind und der Kompressor isoliert wird, muss das Kühlmittel aus dem Rest des Systems abgelassen werden, bevor die Systemkompo-nenten abgetrennt und durch- gespült werden können (Kapitel 9 beschreibt das Durch- spülverfahren). Die Komponenten nach dem Durchspülen erneut zusammenbauen. Stets den Ölstand im Kompressor überprüfen, selbst wenn eine neue oder erneuerte Einheit installiert wird. Alle Anschlüsse anziehen und das System entlüften. Die Klimaanlage erneut mit Kühlmittel befüllen, und schließlich den Betrieb und die Leistung der Klimaan-...
  • Seite 276 Messwerte des Vielzweck-Maßlehrensatzes Der Kondensator funktioniert nicht ordnungsgemäß oder Ursache: im Inneren des Systems ist überschüssiges Kühlmittel vor- handen. Eine weitere Möglichkeit bildet das Fehlen von (Kolben-) Luftstrom durch die Kondensator-Kühlrippen während der Überprüfung. Die Fehlfunktion einer System- komponente zur Motorkühlung kann durch die Blockie- rung des Luftstroms (Radiatorverschluss) oder durch das Nichtvorhandensein des Luftstroms (Ventilatorkupplung) in ausreichender Menge einen übermäßig hohen Druck zur Folge haben.
  • Seite 277 Verfahren zur Fehlersuche und Wartung Abbildung 8-14 Fehlfunktion des Thermostatschalters Maßlehren-Messwert: Fehlfunktion des Thermos- tatschalters NIEDRIGDRUCKSEITE NORMAL HOCHDRUCKSEITE NORMAL Die Nadel der Niedrigdruck-Maßlehre fluktuiert verglichen Tipp: mit dem normalen Bereich u. U. in einem nur sehr begrenz- ten Bereich. Die Kompressorkupplung schaltet sich u. U. öfters ein und aus, als sie sollte. Die Nadel der Niedrigdruck-Maßlehre fluktuiert u. U. in einem Bereich oberhalb des normalen Bereichs, wenn sich die Kupplung ein- und ausschaltet. Dies kann darauf hinweisen, dass das Thermostat zu hoch eingestellt wurde (jemand hat vielleicht versucht, die werkseitigen Einstel- lungen neu einzustellen). Eventuell wurde auch ein neues Thermostat falsch eingestellt (das Kapillarrohr wurde nicht zwischen den Verdampfer-Kühlrippen in der ordnungsge-...
  • Seite 278: Übersicht Über Die Häufigsten Problembereiche

    Übersicht über die häufigsten Problembereiche Hinweis: Siehe den Abschnitt Thermostat im Kapitel 10. Die Ventilator- kupplung, der Radiatorverschluss, der Kondensator, der Kom- pressor und die neueren Luft- und Wasserpumpen-Steuerungs- systeme werden in Kapitel 10 behandelt. Übersicht über die häufigsten Problembereiche Bei HVAC-Systemen kann nur eine begrenzte Anzahl von Punkten falsch funktionieren. Es können Fehlfunktionen der sich bewegenden Teile des Kompressors, der Kupplung und des Expansionsventils oder der Kühlmittel-Messvorrichtungen vorliegen, die auf die Ermüdung des Metalls, auf Verunreinigungen, auf einen anormalen Druck oder auf eine mangelnde Schmierung zurückzuführen sind. Elektrische Anschlüsse können korrodiert,...
  • Seite 279 Verfahren zur Fehlersuche und Wartung 2. Kondensator Kondensatoren verschmutzen, und die Verunreinigungen isolieren den Kondensator und redu- zieren so die Wärmebewegung. Die Passen lösen sich oder brechen durch die Beanspruchung, falls der Kondensator oder die Verbindungsschläuche nicht ordnungsgemäß gesichert werden, damit die Auswirkungen der Vibrationen auf ein Minimum beschränkt bleiben. Die Wirksamkeit der Wärmeübertragung und der Druck im Kondensator werden durch die Luftmenge bestimmt, die von außen durch die Kondensator-Kühlrippen strömt. Ein mangelnder Luftstrom kann dazu führen, dass das Kühlmittel nicht genügend Wärmeenergie an die Außen- luft abgibt (Es verändert seinen Zustand nicht). Das Kühlmittel kommt als Gas am Verdampfer an und kann keinerlei Wärmeenergie aus der Luft der Führerkabine aufnehmen. Die Luft von den Ventilatoren in der Führerkabine kühlt nur etwas oder ist warm. Eine mögliche Ursache für eine Kondensator-Fehlfunktion stellt das Motorkühlsystem dar. Dies ist der Grund, warum Ventilatorkupplungen und Radiatorverschlüsse häufig durch die Kli- maanlagen-Schalterfunktion gesteuert und überbeansprucht werden. In der Tat können Probleme mit der Ventilatorkupplung, mit den Radiatorverschlüssen und auch mit den Ventilatormotoren zu den Problemen mit dem Kondensator hinzugefügt werden. Falls diese Teile nicht funrkionieren und eine ausreichende Luftmenge durch den Kondensator leiten, kann der Druck im Inneren des Systems gefährlich ansteigen. Ein mangelhafter Luftstrom durch die Kondensator-Kühlrippen kann den Druck in der Hochdruckseite anheben und zu einem Herausdrücken des schwächsten Punkts des Systems oder zu einer Beschädigung des Kompressors führen. 3. Kühlmittelleitungen, -schläuche und -passen Probleme im Zusammenhang mit diesen Teilen können durch eine herkömmliche Beeinträch- tigung, durch Vibrationsschäden, durch eine nur mangelhafte Wartung oder durch menschliche Fehler (nicht ordnungsgemäße Installation oder nicht ordnungsgemäßer Austausch von Teilen) hervorgerufen werden. Alle Gummiteile werden durch den Ozon (Sauerstoff) in der Luft ange- griffen. Gummiteile verschleißen langsam und werden im Laufe der Zeit immer anfälliger für die Auswirkungen von Vibrationen. Die Vibrationen bei stark beanspruchten Fahrzeugen beeinträchtigen alle Leitungen, Passen und Anschlüsse. Eine regelmäßige Wartung beinhaltet die Überprüfung und das Anziehen verdäch- tiger Leitungs- oder Schlauchhalter oder Gummidichtungspositionen, an denen die Gummi- dichtung eine Leitung oder einen Schlauch vor Abrieb schützt. Das gesamte, um die Schläuche herumgewickelte Isoliermaterial muss sich an seiner Stelle befinden und sicher befestigt sein.
  • Seite 280 Abschluss Techniker fügen einem System häufig Kühlmittel hinzu, um das durch die Systemanschlüs- se oder Passen durchgesickerte Kühlmittel zu ersetzen. Falls das System regelmäßig gewartet wurde (alle drei bis sechs Monate), kann das Hinzufügen einer kleinen Menge Kühlmittels zu einer ordnungsgemäßen Systemfunktion führen. Allerdings besteht das beste Verfahren darin, erst alle Anschlüsse zu überprüfen und nach Leckagen zu suchen und diese zu reparieren, bevor Kühlmittel nachgefüllt wird. Wenn der Leckage-Detektor das Vorhandensein einer Leckage anzeigt, kann nicht bestimmt werden, wie lange das System bereits ausgelaufen ist. Das Feststellen einer Leckage bedeutet nicht, dass keine weitere Leckagen vorhanden sind. Bevor der jeweilige Wartungstechniker nicht über etwas Erfahrung mit Klimaanlagensystemen verfügt, wird es recht schwierig für ihn zu bestimen, wieviel Kühlmittel tatsächlich ausgelaufen ist. Falls das System um 225 g (0,5 Pfund) Kühlmittel oder mehr abgelassen wurde, ist das einfache Hinzufügen von Kühlmittel keine Antwort. Die Leckagestelle ist ausfindig zu machen. Das gesamte Kühlmittel ablassen und das System reparieren. Die Feuchtigkeitsaufnahmekapazität jedes Trockenstoffmaterials ist begrenzt und kann nicht gemessen werden. Aus diesem Grund den Empfänger-Trockner oder den Akkumula- tor austauschen. Anschließend das System für eine Stunde entlüften und erneut mit Kühlmittel befüllen. Wenn an einer Kompressorwellen-Dichtung Öl ausgetreten und der vorliegende Kühlmittel- stand etwas niedrig ist, kann die Leckage an der Wellendichtung deshalb aufgetreten sein, weil die Klimaanlage nicht verwendet wurde. Die Dichtung kann durch das Gewicht der Kurbelwelle und durch die Leckage oberhalb der Welle seine Rundung verlieren. Das Betreiben des Kom- pressors kann zu einem Anschwellen der Dichtung und damit zu einem Verdecken der Leckage führen. Die Wellendrehung übt Kraft auf die Umgebung der Dichtung aus und verformt sie. Um dies zu verhindern, empfehlen Hersteller eine regelmäßige Inbetriebnahme des Klimaanlagen-...
  • Seite 281 5-64...
  • Seite 282 MotoR Maschinenmodell Installierter Motor TL220 4TNV84T...

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